Analyse der „neuen Weltordnung“ von The Economist mit Trump und Erdoğan: „Kleine Länder werden unterdrückt“
The Economist, der behauptet, dass Trump eine neue Weltordnung aufbaut, hat auf dem Cover seiner März-Ausgabe neben Trump auch Erdoğan abgebildet. In der veröffentlichten Analyse wird prognostiziert, dass Großmächte wirtschaftlich und militärisch schwache Länder „kolonialisieren“ werden.
12punto AUSLANDSREDAKTION
Das im Vereinigten Königreich ansässige Magazin The Economist befasste sich in seiner Ausgabe dieser Woche mit den Rollen der Staats- und Regierungschefs in der neuen Weltordnung. Auf dem Cover mit dem Titel „The Don's New World Order“ (Die neue Weltordnung des Don) steht US-Präsident Donald Trump im Vordergrund, während auch der russische Präsident Wladimir Putin, der chinesische Staatspräsident Xi Jinping, der saudische Premierminister Mohammed bin Salman, der Präsident der Republik Türkei Recep Tayyip Erdoğan und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu auf dem Bild zu sehen sind.
Die Trump-Regierung forderte eine Zahlung von 350 Milliarden Dollar im Austausch für die Gründung eines gemeinsamen Staatsfonds zur „Entwicklung“ der ukrainischen Bodenschätze. Selenskyj und Trump trafen sich in Washington, um das Bergbauabkommen zu unterzeichnen. Selenskyj, der Sicherheitsgarantien für sein Land forderte, verließ nach einem Streit mit Trump das Weiße Haus und unterzeichnete das Abkommen nicht.
The Economist betonte, dass die nach 1945 errichtete internationale Ordnung zusammenbreche und man sich schnell auf eine Welt zubewege, in der das Recht des Stärkeren gelte. Dem britischen Magazin zufolge werde ein System entstehen, in dem Großmächte durch Abkommen kleine Länder unterdrücken.
Das Magazin kritisierte die Ukraine-Politik der Trump-Regierung und verwendete die Worte: „Amerikas Don-Corleone-Ansatz wurde gegenüber der Ukraine zur Schau gestellt.“
The New York Times-Autor Thomas L. Friedman warf die Frage auf, ob Trump eine „Marionette“ Putins sei, und äußerte sich wie folgt:
„Trump sieht kein Problem darin, privilegierten Zugang zu den natürlichen Ressourcen der Ukraine zu fordern. Dies jedoch zu tun, ohne Sicherheitsgarantien zu geben, wäre ein Schritt, für den sich selbst Don Corleone schämen würde.“

Eine Aufnahme aus dem Streit zwischen Selenskyj und Trump. Selenskyj beleidigte während der Auseinandersetzung den US-Vizepräsidenten JD Vance auf Ukrainisch.
ANALYSE DER NEUEN ORDNUNG
The Economist analysierte die Ziele der Großmächte in der neuen Weltordnung. Es wurde festgestellt, dass der russische Präsident Putin Russland wieder zu einer großen imperialen Macht machen wolle. Es wurde betont, dass der chinesische Staatspräsident Xi Jinping das Ziel verfolge, eine für ein starkes China geeignete Weltordnung zu schaffen. Der saudische Premierminister Salman wolle den Nahen Osten „modernisieren“ und den Iran abwehren.
Es wurde festgehalten, dass auch der türkische Präsident Erdoğan und der israelische Premierminister Netanjahu wichtige Rollen in dieser neuen Ordnung einnähmen. Das Magazin wies darauf hin, dass die Abhängigkeiten und Loyalitäten dieser Führungspersönlichkeiten als Schwäche ausgelegt werden könnten.
The Economist äußerte auch Besorgnis über die Zukunft der NATO. Es wurde auf die Warnung des wahrscheinlichen neuen deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz verwiesen, dass die NATO bis Juni ihr Ende finden könnte. Das Magazin argumentierte, dass dieser Ansatz der Trump-Regierung die Welt gefährlicher machen und dazu führen werde, dass Amerika schwächer und ärmer werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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