Die Hochzeit zwischen dem türkischen Investor Turhan Mildon und Alina Habba, der ehemaligen persönlichen Anwältin des US-Präsidenten Donald Trump, in New York ist in der amerikanischen Presse zum Gegenstand von Diskussionen über Mildons Geschäfte in Venezuela und seine politischen Verbindungen in den USA geworden.
In dem Bericht der New York Times wird behauptet, dass der 29-jährige Mildon aufgrund seiner Beziehungen zu Personen aus dem Umfeld der Maduro-Regierung in den Fokus von US-Sanktionen geraten sei; in Venezuela drohten ihm zudem aufgrund der von ihm betriebenen Staatsvermögenswerte Prüfungen und die Kündigung von Verträgen. Die Seite von Mildon wies einen Großteil der Vorwürfe zurück.
Es wurde berichtet, dass Habba und Mildon letzten Monat im Waldorf Astoria Hotel in New York geheiratet haben und dass hochrangige Persönlichkeiten aus dem Umfeld von Trump und der US-Regierung an der Hochzeit teilnahmen. In dem Bericht wurde erwähnt, dass unter anderem FBI-Direktor Kash Patel und der US-Generalstaatsanwalt Todd Blanche an der Zeremonie teilnahmen.
GESCHÄFTE IN VENEZUELA UNTER DER LUPE
Laut der NYT begann Mildon Ende 2023 in Venezuela geschäftlich tätig zu werden und nahm Kontakt zu Alex Saab auf, der für seine Nähe zur Maduro-Regierung bekannt ist. In dem Bericht wird behauptet, dass Mildon 2025 das Recht zum Betrieb von Zementfabriken erhielt und anschließend eine Garnelenproduktions- und Exportanlage übernahm, die zuvor von der venezolanischen Regierung beschlagnahmt worden war.
Mildons Sprecher erklärte, dass man sich für die Zementfabriken an einer Ausschreibung beteiligt habe, und wies die Behauptung einer Verbindung von Saab zum Garnelengeschäft zurück. Es wurde berichtet, dass einige Geschäftsleute in der Region argumentierten, Staatsvermögenswerte würden durch intransparente Prozesse verteilt.
In dem Bericht wird behauptet, dass Delcy Rodríguez, die nach dem Ausscheiden Maduros als Interimsführerin fungierte, eine Prüfung der von Mildon betriebenen staatlichen Zementfabriken angeordnet habe und die Kündigung des Vertrags mit der Begründung in Erwägung ziehe, dass die Investitionsziele nicht erreicht worden seien.
Es wurde behauptet, dass Mildon in einem Interview mit Forbes Turkey erklärt habe, jährlich 4,5 Millionen Tonnen Zement in Venezuela zu produzieren und 20.000 Menschen im Garnelengeschäft zu beschäftigen, offizielle Daten jedoch nicht mit diesen Angaben übereinstimmten. Mildons Sprecher argumentierte, dass diese Aussagen im Magazin falsch wiedergegeben wurden.
ZURÜCKWEISUNG DER SANKTIONSBEHAUPTUNGEN
Im NYT-Bericht wurde zudem behauptet, dass die US-Regierung die Option von Sanktionen gegen Mildon prüfe, da sie ihn als jemandem nahestehend betrachte, der dem ehemaligen Umfeld von Maduro nahestand. In dem Bericht wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass die US-Regierung diese Behauptung später zurückwies und Mildons Sprecher die Sanktionsvorwürfe als „völlig unbegründetes und böswilliges Gerücht“ bezeichnete.
Die Seite von Mildon erklärte, dass in Venezuela keine staatliche Prüfung stattgefunden habe und die Mitteilung über die Kündigung des Vertrags sie erst am 8. Oktober erreicht habe. Der Sprecher argumentierte, dass der entsprechende Brief ein Fehler sei.
Beamte des Weißen Hauses teilten mit, dass Alina Habba die geschäftlichen Beziehungen ihres Ehemannes nicht mit Präsident Trump oder anderen Beamten besprochen habe. Habba erklärte in einer Stellungnahme ebenfalls, dass sie im Namen ihres Ehemannes keinerlei Initiativen gegenüber dem Weißen Haus oder der Regierung ergriffen habe.
In dem Bericht wurden auch die Geschäftsbeziehungen von Mildon thematisiert, die von der Türkei über die Demokratische Republik Kongo bis nach Venezuela reichen. Mildons Vertreter erklärte, dass einige Identifizierungs- und Verbindungsbehauptungen nicht der Wahrheit entsprächen.
Nachrichtenquelle: 12punto