China hat auf den in den USA erlassenen Haftbefehl gegen den ehemaligen kubanischen Präsidenten Raul Modesto Castro Ruz reagiert. Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, erklärte auf einer Pressekonferenz in Peking, man sei gegen den Missbrauch rechtlicher Maßnahmen zur Ausübung von Druck auf Kuba.
Mao merkte an, dass man die Erklärungen des kubanischen Präsidenten und des Außenministers zur Kenntnis genommen habe, in denen diese die Entscheidung verurteilten. China unterstütze Kuba bei der Wahrung seiner nationalen Souveränität und lehne ausländische Einmischung ab, betonte Mao.
Sprecherin Mao forderte die USA auf, die Blockade sowie andere Zwangs- und Druckmaßnahmen gegen Kuba unverzüglich zu beenden. Zudem äußerte Mao, dass die Regierung in Washington nicht in das Recht des kubanischen Volkes auf Leben und Entwicklung eingreifen dürfe.
Die Generalstaatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Florida und die Polizei von Florida hatten am 19. Oktober einen Haftbefehl gegen Raul Castro im Zusammenhang mit dem Abschuss zweier unbewaffneter ziviler Flugzeuge der Organisation „Brothers to the Rescue“ in internationalen Gewässern am 24. Februar 1996 erlassen.
Nachrichtenquelle: 12punto