Deutschlands berühmtes Oktoberfest hat begonnen: „O'zapft is“
Das Oktoberfest, das jedes Jahr in der bayerischen Landeshauptstadt München stattfindet, heißt auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher willkommen. Das Fest, das Ende September beginnt und bis in die ersten Oktobertage andauert, zieht jährlich rund 6 Millionen Besucher an.
Das am 21. September beginnende Festival dauert traditionell 16 Tage und schließt den ersten Sonntag im Oktober in die Veranstaltungen ein. Obwohl das Oktoberfest heutzutage eher als „Bierfest“ bekannt ist, liegen die Ursprünge des Festivals in den traditionellen lokalen Oktoberfesten der Region Bayern.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden einige Änderungen an der Dauer des Festes vorgenommen; fällt der erste Sonntag im Oktober auf den 1. oder 2. des Monats, werden die Feierlichkeiten bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober verlängert.
Die Veranstaltungen finden größtenteils auf der Theresienwiese statt. Die Deutschen veranstalten auf dem Fest eine Parade in ihrer traditionellen Kleidung.
Der bemerkenswerteste Aspekt des Oktoberfests ist die Bierkultur. Die Eröffnung des Festivals beginnt damit, dass der Münchner Oberbürgermeister ein großes hölzernes Bierfass ansticht.
Zu Beginn der Zeremonie wird das Fest offiziell eröffnet, indem der Bürgermeister „O’zapft is!“ (das Fass ist angezapft) ruft.
Das speziell für das Oktoberfest gebraute Bier zeichnet sich durch seine dunkle Farbe und seinen kräftigen Charakter aus und wird in Ein-Liter-Maßkrügen serviert.
Das Recht, dieses spezielle Bier anzubieten, ist ausschließlich den Münchner Brauereien vorbehalten.
Während der gesamten Veranstaltung finden Feierlichkeiten in riesigen Zelten statt, die Platz für Tausende von Menschen bieten.
Obwohl bei der Veranstaltung sechs Biersorten angeboten werden, ist die Zahl der in ganz Deutschland erhältlichen Biersorten auf 6.000 gestiegen. Die am Oktoberfest teilnehmenden Brauer führen bei der Verkostung ihrer Biere eine Qualitätskontrolle durch.
In diesem Prozess bewerten die Verkoster die Biere mit Kommentaren wie „im Holzfass gereift“ und „kräftiger Geschmack“, um die qualitativ hochwertigen Biere zu identifizieren.
Abgesehen von den Sorten, die in den Bierzelten angeboten werden, wächst das Interesse an Craft-Bieren, obwohl der allgemeine Bierkonsum in Deutschland rückläufig ist.
In den letzten 20 Jahren ist der Pro-Kopf-Bierkonsum von 142 Litern auf 107 Liter gesunken. Dennoch wächst der Sektor der Craft-Biere mit über 1.300 kleinen Brauereien rasant.
Die Nachfrage nach regionalen Produkten führt dazu, dass immer mehr Restaurants ihre eigenen Brauereien eröffnen und so für eine größere Vielfalt sorgen.
Experten betonen, dass der Erfolg dieser kleinen Produzenten auf das im Jahr 1516 erlassene Reinheitsgebot zurückzuführen ist. Diese Vorschrift legt fest, dass Bier ausschließlich aus Gerste, Hopfen und Wasser gebraut werden darf.
In Deutschland gilt die Bierherstellung nach wie vor als Handwerk, was die Entwicklung der lokalen Bierkultur fördert.
Nachrichtenquelle : 12punto
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