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Israelische Armee besetzt Stadt nahe Damaskus: HTS schaute tatenlos zu

Die israelische Armee hat im Zuge einer Operation die syrische Stadt Quneitra eingenommen. Während der Operation leisteten die Sicherheitskräfte der Hai'at Tahrir al-Scham (HTS) keinen Widerstand gegen die israelischen Truppen.

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Veröffentlicht: 25.01.2025 11:12 Aktualisiert: 25.01.2025 15:56
Israelische Armee besetzt Stadt nahe Damaskus: HTS schaute tatenlos zu

In Aufnahmen, die von arabischen Medien veröffentlicht wurden, ist zu sehen, wie israelische Militärfahrzeuge in Quneitra einfuhren, während über Lautsprecher die Aufforderung „Legt die Waffen nieder und verlasst die Stadt“ ertönte. Es wurde behauptet, dass die der HTS unterstellten Polizeikräfte während des Vorrückens der israelischen Truppen lediglich zusahen. Mit dem Einmarsch der Panzer in die Stadt gelangte Al-Baath, das zu Quneitra gehört, vollständig unter die Kontrolle Israels.

Die israelische Armee teilte mit, sie habe die Operation mit der Begründung durchgeführt, eine „Sicherheits-Pufferzone“ zu schaffen. Israel gab bekannt, dass nach der Übernahme von Quneitra 12 neue Militärstützpunkte in der Region errichtet wurden und diese Stützpunkte insgesamt Tausenden Soldaten Platz bieten könnten.

Es wurde berichtet, dass die israelische Armee, die eine Linie etwa 20 Kilometer vor Damaskus unter ihre Kontrolle gebracht hat, dort ihre militärische Präsenz verstärkt und ihren Vormarsch fortsetzt.

Die früheren Erklärungen des faktischen HTS-Anführers Ahmed al-Schara (ehemaliger Codename Abu Muhammad al-Dschulani), er wolle keinen direkten Konflikt mit Israel, hatten zu Fragen hinsichtlich der „Verteidigungspolitik“ der Organisation geführt. Arabischen Medien zufolge könnte die Haltung von al-Schara zu einer Spaltung innerhalb der HTS führen.

HTS-Anführer Ahmed al-Schara

REAKTIONEN AUF HTS NEHMEN ZU

Dass die HTS während der Operation nicht eingriff und still blieb, wurde sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene zum Gegenstand von Kritik.

Wie aus einem Bericht von The Economist hervorgeht, habe die HTS keinen Plan gegen diesen Vormarsch Israels und die Unruhen in ihren eigenen Reihen nähmen zu.

Es wurde behauptet, dass HTS-Kämpfer auf Befehle warteten, bisher jedoch keine entsprechenden Anweisungen erteilt worden seien.

Die Priorität der HTS, die in Syrien die Verwaltung übernommen hat, bestand darin, die Zivilbevölkerung und alle Gruppen, die ihr nicht unterstellt sind, zu entwaffnen. Die Entwaffnungspolitik der HTS ermöglichte es Israel zudem, ohne großen Widerstand vorzurücken

EHEMALIGE SOLDATEN AUS DER ASSAD-ÄRA LEISTETEN WIDERSTAND

Während in den Kämpfen in der Region iranisch unterstützte Gruppen Widerstand gegen die israelischen Kräfte leisteten, wurde angemerkt, dass ein Teil dieser Gruppen aus Soldaten bestand, die noch aus der Assad-Ära stammten.

Darüber hinaus wurde behauptet, dass die HTS keinen aktiven Widerstand gegen Israel leistete und an einigen Punkten in Koordination mit den israelischen Kräften handelte.

Die Türkei und die Vereinten Nationen hatten zuvor mehrfach vor der israelischen Besatzung in Syrien gewarnt. Dennoch setzt Israel seinen Vormarsch in der Region fort.

Andererseits hat das Schweigen der HTS-Führung gegenüber Israel auch bei anderen dschihadistischen Gruppen in Syrien für Reaktionen gesorgt. Der arabischen Presse zufolge könnte die HTS in naher Zukunft mit ihren „ehemaligen Verbündeten“ aneinandergeraten.

Die HTS hatte die Bedingung gestellt, dass ehemalige Assad-Soldaten ihre Waffen abgeben und sich bei der neuen Verwaltung registrieren lassen müssen. Es wird behauptet, dass einige der ehemaligen Soldaten, die sich in die „Versöhnungszentren“ begaben, verschwunden sind


Nachrichtenquelle: 12punto

Schlagwörter

Israel Syrien Al-Baath HTS Ahmed al-Shara HTS-Anführer Mohammed al-Colani