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Italiens Ministerpräsidentin Meloni: Wir werden uns nicht an einer US- und Israel-Operation gegen den Iran beteiligen

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat angekündigt, dass Italien sich nicht an einem möglichen militärischen Eingreifen der USA und Israels gegen den Iran beteiligen werde, und rief zur Einhaltung des Völkerrechts sowie zu diplomatischen Lösungen für die Krise auf.

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Italiens Ministerpräsidentin Meloni: Wir werden uns nicht an einer US- und Israel-Operation gegen den Iran beteiligen

Vor dem EU-Gipfel äußerte sich die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor Abgeordneten im Senat zur jüngsten Eskalation der Spannungen im Nahen Osten. Meloni wies die gegen sie und ihre Regierung erhobene Kritik als unbegründet zurück und betonte, dass Italien entschlossen sei, sich aus einem aktiven Konflikt in der Region herauszuhalten.

Meloni erklärte: "Die Behauptungen, die Regierung sei Teil von Entscheidungen anderer oder handle in Europa isoliert, sind haltlos. Die Bemühungen, die Italien in einer solch kritischen Zeit unternimmt, sollten nicht ignoriert werden."

Die Ministerpräsidentin stellte unmissverständlich klar, dass eine Beteiligung an einem möglichen militärischen Eingreifen der USA und Israels gegen das iranische Regime nicht in Frage komme. Meloni sagte: "Wir befinden uns in einer Zeit, in der einseitige Interventionen außerhalb der Grenzen des Völkerrechts zunehmen. Die Operation der USA und Israels gegen den Iran muss in diesem Rahmen betrachtet werden."

Meloni wies auf die zunehmenden Spannungen auf internationaler Ebene hin und betonte, dass das Erreichen nuklearer Kapazitäten durch den Iran für Italien und Europa inakzeptable Folgen haben könnte. "Wir können die Möglichkeit nicht akzeptieren, dass das Ajatollah-Regime über Atomwaffen verfügt und in kurzer Zeit Raketen erhält, die Italien oder Europa in Reichweite haben", erklärte sie.

Meloni unterstrich, dass Italien in enger Abstimmung mit seinen europäischen Verbündeten handele und bei der Suche nach Stabilität in der Region auf diplomatische Wege setze. Sie betonte, dass man die Hoffnung auf eine Rückkehr zur Diplomatie aufrechterhalte, dies jedoch "nicht möglich sei, solange der Iran seine Angriffe fortsetze".

US-MILITÄRBASEN UND PARLAMENTARISCHER PROZESS

Meloni erklärte zudem, dass die US-Militärbasen auf italienischem Boden im Rahmen bestehender Abkommen operierten und bisher keine neuen Anfragen der USA eingegangen seien. Sollte eine solche Anfrage gestellt werden, werde das Thema dem italienischen Parlament vorgelegt, betonte sie.

Bezüglich des tragischen Vorfalls an einer Schule im Süden des Iran, bei dem Mädchen ums Leben kamen, argumentierte Meloni, dass "die Sicherheit von Zivilisten und insbesondere von Kindern geschützt werden muss" und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden sollten.

Mit Blick auf die komplexe Lage im Libanon bezeichnete Ministerpräsidentin Meloni die Entscheidung der Hisbollah, einen neuen Angriff gegen Israel zu starten, als "niederträchtig". Meloni, die ein Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geführt hat, erklärte, dass Italien gegen eine Eskalation sei, aber auch das Recht Israels anerkenne, sich gegen Angriffe der Hisbollah zu verteidigen.

Meloni erinnerte daran, dass sich über tausend italienische Soldaten im Rahmen der UN-Friedenstruppe UNIFIL im Libanon befänden, und merkte an, dass die Gewährleistung der Sicherheit des Personals unter allen Umständen zu ihren Prioritäten gehöre.


Nachrichtenquelle: 12punto

Giorgia Meloni Italien