Von den USA nach Panama abgeschobene türkische Migranten sitzen fest: 'Bitte helfen Sie uns'
299 aus den USA abgeschobene Migranten werden vorübergehend in einem Hotel in der Hauptstadt Panamas festgehalten. Während die Migranten erklären, dass sie nicht in ihre Heimatländer zurückkehren wollen, gab die panamaische Regierung bekannt, dass sie ein Drittland wählen müssen. Es wurde mitgeteilt, dass sich unter den Abgeschobenen auch türkische Staatsbürger befinden.
Die panamaische Regierung hat 299 aus den USA abgeschobene Migranten im Decápolis-Hotel in der Hauptstadt Panama-Stadt untergebracht. Es wurde berichtet, dass sich unter den Migranten Staatsbürger aus Indien, China, Usbekistan, dem Iran, Vietnam, Nepal, Pakistan, Afghanistan und Sri Lanka befinden. Neben den Bürgern dieser Länder wurde mitgeteilt, dass sich auch türkische Staatsbürger unter den Migranten befinden. Der panamaische Staatschef Jose Raul Mulino erklärte, dass sein Land im Rahmen eines Abkommens mit den USA als „Brückenland“ fungiere.
Die Migranten versuchten, auf ihre Situation aufmerksam zu machen, indem sie Zettel mit Botschaften wie 'Bitte helfen Sie uns' und 'Wir sind in unserem Land nicht sicher' aus den Fenstern des Hotels hängten.
Wie BBC Türkçe berichtet, erklärte der panamaische Minister für öffentliche Sicherheit, Frank Abrego, dass die Migranten vorübergehend festgehalten würden und diejenigen, die eine Rückkehr in ihre Heimatländer ablehnen, ein Drittland wählen müssten. Abrego gab an, dass die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) in diesem Prozess Unterstützung leisten würden.

AUCH TÜRKISCHE MIGRANTEN ABGESCHOBEN
Die türkische Botschaft in Panama gab bekannt, dass sie diesbezüglich mit den panamaischen Behörden in Kontakt stehe und Informationen angefordert habe. Die Botschaft teilte mit, dass ihr keine bestätigten Informationen darüber vorlägen, wie viele türkische Staatsbürger sich im Hotel befänden. Die türkischen Migranten können das Hotel aufgrund des Abschiebeabkommens nicht verlassen.
Während ein Teil der Migranten die Rückkehr in ihre Heimatländer ablehnt, wurde berichtet, dass diese Personen in ein Lager in der Provinz Darién verlegt werden sollen.
Die panamaische Regierung erlaubte den im Hotel verbleibenden Migranten keinen Kontakt zur Außenwelt. Die Migranten behaupteten, dass ihnen der Zugang zu Anwälten und die Möglichkeit zur Stellung eines Asylantrags verwehrt blieben.
Nachdem Berichte über die Migranten im Hotel in den Medien erschienen waren, wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft und der Internetzugang eingeschränkt. Die panamaischen Behörden haben keine offizielle Erklärung zu den Unterbringungsbedingungen der Migranten abgegeben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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