Im besetzten Westjordanland wurde ein weiterer Angriff israelischer Siedler auf Palästinenser und deren Eigentum gemeldet. Berichten der palästinensischen und israelischen Presse zufolge kam es am Eingang einer Moschee in der Ortschaft Michmas, nördlich von Jerusalem, zu einem Brand und Sachbeschädigungen.
Auf den veröffentlichten Bildern des Vorfalls ist der Schaden am Eingangsbereich der Moschee deutlich zu erkennen. Einige Medien, darunter die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa, berichteten zudem, dass in der Region ein Fahrzeug in Brand gesetzt wurde und vollständig ausbrannte.
In einer Erklärung der israelischen Armee hieß es, dass Sicherheitskräfte bei einer ersten Untersuchung keine Verdächtigen am Tatort angetroffen hätten. Es wurde mitgeteilt, dass die Polizei im Rahmen der Ermittlungen Beweise vor Ort sichern und Zeugenaussagen aufnehmen werde.
Die Armee verurteilte zudem den Vandalismus gegen Gotteshäuser. Wafa behauptete, dass in der Nacht Dutzende Siedler in Michmas eingedrungen seien. Ob es bei dem Vorfall Verletzte gab, wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Die Spannungen im Westjordanland haben seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Militäroperationen Israels im Gazastreifen weiter zugenommen. Berichten zufolge sind in diesem Zeitraum bei Operationen der israelischen Armee, bewaffneten Zusammenstößen und verschiedenen Angriffen mehr als 1.100 Palästinenser getötet worden.
Im gleichen Zeitraum wird auch von einem Anstieg der Gewaltakte israelischer Siedler gegen Palästinenser berichtet. Die israelische Armee steht häufig in der Kritik, nicht ausreichend gegen die Gewalt von Siedlern vorzugehen.
Nachrichtenquelle: 12punto