Allianz-Bericht: Türkei weltweit auf Platz 46 beim Pro-Kopf-Vermögen, Mittelschicht schrumpft
Laut dem Global Wealth Report von Allianz belegt die Türkei weltweit den 46. Platz beim Pro-Kopf-Vermögen. Der Bericht stellt fest, dass das Vermögen privater Haushalte in der Türkei zwar um 68 Prozent gestiegen ist, die Mittelschicht jedoch aufgrund der Inflation schrumpft.
Dem Global Wealth Report des deutschen Versicherungsgiganten Allianz zufolge belegt die Türkei beim Pro-Kopf-Vermögen weltweit den 46. Platz. Die Schrumpfung der Mittelschicht in der Türkei ist dabei bemerkenswert. Laut dem von Allianz, einem der weltweit größten Versicherungsunternehmen, veröffentlichten Global Wealth Report stieg das Vermögen privater Haushalte weltweit im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 239 Billionen Euro.
68-PROZENT-ANSTIEG BEI PRIVATEN HAUSHALTSVERMÖGEN
Dem Bericht zufolge, über den DW Türkçe berichtete, wird der Vermögenszuwachs aufgrund des Anstiegs der Aktienkurse an den Börsen im vergangenen Jahr voraussichtlich auch 2024 mit einer Rate von 6,5 Prozent anhalten. Die Mittelschicht in der Türkei erodiert. Der Allianz-Bericht zeigt, dass das Vermögen privater Haushalte in der Türkei im vergangenen Jahr um 68,7 Prozent gestiegen ist und sich insgesamt auf 381 Milliarden Euro belaufen hat.
'MITTELSCHICHT SCHRUMPFT'
Allerdings wird die Türkei, zusammen mit Kolumbien, das eine Inflationsrate von 64,6 Prozent aufweist, aufgrund der offiziellen Inflationsrate von 68 Prozent als ein Land mit Hyperinflation eingestuft. Dies zeigt, dass der verzeichnete Vermögenszuwachs nach Bereinigung um die Inflation keinen nennenswerten Wert darstellt. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt des Berichts ist, dass die Türkei zusammen mit 15 anderen Ländern, darunter Brasilien, Indien, Russland, Indonesien und den USA, zu den Ländern gezählt wird, in denen die "Mittelschicht schrumpft".
DURCHSCHNITTLICH 3.240 EURO PRO KOPF
In der Rangliste der reichsten Länder nach dem Vermögen privater Haushalte liegt die Türkei mit einem durchschnittlichen Netto-Geldvermögen von 3.240 Euro pro Kopf auf dem 46. Platz. In Deutschland beträgt das Gesamtvermögen rund 8 Billionen Euro. Dem Bericht zufolge stieg das Vermögen privater Haushalte in Deutschland im vergangenen Jahr um 6,8 Prozent auf 7 Billionen 953 Milliarden Euro. Dies zeigt, dass der Vermögenszuwachs in Deutschland über dem westeuropäischen Durchschnitt lag, der im gleichen Zeitraum um 5 Prozent stieg.
Nach Einschätzung von Allianz liegt der reale Vermögenszuwachs in Deutschland jedoch bei nur 0,7 Prozent, wenn man den inflationsbedingten Verlust abzieht. Die Kaufkraft der in Deutschland lebenden Menschen ist laut den Daten des Berichts im Vergleich zu 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie, um 1,7 Prozent gesunken. Dem Bericht zufolge, in dem es heißt, dass die Sparer im Land "vier verlorene Jahre" hinter sich haben, belegt Deutschland mit einem durchschnittlichen Netto-Geldvermögen von 69.060 Euro pro Kopf den 18. Platz unter den 20 reichsten Ländern der Welt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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