Der Vorsitzende des türkischen Gewerkschaftsbundes (Türk-İş), Ergün Atalay, besuchte gestern (18. November) den Friedhof in Soma, auf dem die 301 verstorbenen Bergleute beigesetzt sind.
In einem Gespräch mit Journalisten äußerte sich Atalay zur Mindestlohnerhöhung, auf die Millionen von Bürgern gespannt warten. Atalay erklärte, dass man früher erst nach sechs Monaten in die 27-prozentige Steuerklasse gefallen sei, dies nun aber bereits im April geschehe, und forderte eine entsprechende steuerliche Regelung.
"AUCH ARBEITNEHMER WERDEN IN DER KOMMISSION AM TISCH SITZEN"
Atalay betonte, dass in der Mindestlohn-Festsetzungskommission auch Arbeitnehmer am Tisch sitzen werden und sagte: "Sie werden schildern, wie sie mit diesem Geld nicht über die Runden kommen. Diejenigen, die das erleben, werden persönlich dort sitzen. Sowohl Frauen als auch Männer werden dabei sein."
Zur Frage, wie hoch der Mindestlohn sein werde, sagte Atalay: "Sobald der Mindestlohn feststeht, kommen in unserem Land leider Preiserhöhungen für Fleisch, Milch, Miete und alles andere hinzu. Wenn man jetzt zum Mindestlohn 'Ja' sagen und unterschreiben würde, würde der Mindestlohn am 1. Februar in Kraft treten. Bis zum 1. Februar sind es derzeit noch zweieinhalb Monate. Da bis dahin noch Zeit ist, ergibt es keinen Sinn, jetzt darüber zu sprechen. Man muss zum richtigen Zeitpunkt darüber reden."
Nachrichtenquelle: 12punto