Elon Musks X Money-Vorstoß gestartet: Einstieg in den Finanzmarkt mit 6 Prozent Zinsen und Visa-Karte
Der Finanzdienst X Money von X wurde für Gruppen verifizierter Nutzer freigeschaltet. Der Dienst verspricht Zinsen, eine Bankkarte, Sofortüberweisungen und eine FDIC-Absicherung.
Der Finanzzweig von Elon Musks Ziel, X in eine „Super-App“ zu verwandeln, ist angelaufen. Der X Money-Dienst, der letzte Woche für Premium+-Abonnenten freigeschaltet wurde, ist seit dem 29. Juni auch für andere Gruppen verifizierter Nutzer verfügbar.
Die Plattform wird mit Funktionen wie 6 Prozent jährlicher Verzinsung auf Einlagen, einer personalisierten Visa-Metallbankkarte, Überweisungen von Konto zu Konto, 3 Prozent Cashback und einer staatlichen Absicherung von bis zu 10 Millionen US-Dollar für Premium-Abonnenten beworben.
Da X selbst keine Banklizenz besitzt, wird der Dienst nach dem „Banking-as-a-Service“-Modell betrieben. Die Kundeneinlagen werden über die Infrastruktur der in New Jersey ansässigen Cross River Bank verwaltet. Während der FDIC-Schutz bei Standardkonten bis zu 250.000 US-Dollar beträgt, wird angegeben, dass dieses Limit durch ein für Premium+-Abonnenten entwickeltes Cash-Pool-System auf bis zu 10 Millionen US-Dollar angehoben werden kann.
Für Geldtransfers wird das Echtzeit-Zahlungssystem Visa Direct von Visa genutzt. Dank dieser Infrastruktur wird im Vergleich zu herkömmlichen Banküberweisungen ein schnellerer Zahlungsfluss für Nutzer und Content-Ersteller angestrebt.
DIENST VORERST IN 41 BUNDESSTAATEN VERFÜGBAR
X Money ist derzeit für verifizierte Nutzer ab 18 Jahren in 41 US-Bundesstaaten verfügbar, in denen X Payments LLC über eine Lizenz für Geldübermittlungen verfügt. New York und Massachusetts gehören zu den Bundesstaaten, die aufgrund noch nicht abgeschlossener Lizenzverfahren derzeit nicht abgedeckt sind.
Der neue Dienst hat auch Diskussionen über Aufsicht und Sicherheit in Washington ausgelöst. In einem Brief der Senatorin Elizabeth Warren, Mitglied des Bankenausschusses des Senats, an Elon Musk wurden die Nachhaltigkeit des Zinssatzes von 6 Prozent sowie die Möglichkeit der kommerziellen Nutzung von Nutzerdaten thematisiert.
Senatoren aus New York forderten zudem die Finanzaufsichtsbehörde des Bundesstaates auf, den Lizenzantrag von X abzulehnen, und begründeten dies mit möglichen Sicherheitslücken bei den Identitätsprüfungsprozessen. In den Debatten kam auch der Vorwurf auf, dass während Musks Tätigkeit im Ministerium für Regierungseffizienz (Department of Government Efficiency) möglicherweise auf sensible Zahlungsdaten von Verbrauchern zugegriffen worden sein könnte.
Musks Ziel ist es, X in eine multifunktionale Plattform ähnlich wie WeChat in China zu verwandeln. Angesichts starker Konkurrenten wie PayPal, Venmo, Cash App und Apple Pay in den USA werden jedoch die Bankgewohnheiten der Nutzer für den Wachstumsprozess von X Money entscheidend sein.
Experten zufolge könnte die Hervorhebung der FDIC-Absicherung durch X Money einen wichtigen Vorteil darstellen. Dennoch wird X Vertrauen in den Bereichen Sicherheit, Betrugsbekämpfung und regulatorische Compliance aufbauen müssen, damit Nutzer ihre Ersparnisse auf eine Social-Media-basierte Plattform übertragen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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