Laut dem TÜSAYDER-Vorsitzenden Meriç Atalay steht ein tiefgreifender Wandel im Bereich des Einkaufs- und Lieferkettenmanagements bevor. Einer Studie von McKinsey zufolge werden bis 2028 47 % der globalen Unternehmen in diesen Prozessen verstärkt auf digitale Arbeiter setzen, also auf RPA-Systeme (Robotic Process Automation).
Atalay weist darauf hin, dass die Nutzungsrate generativer KI bereits 71 % erreicht hat, und sagt: „Der Einkauf ist einer der Bereiche, der diese Transformation am langsamsten annimmt. Doch es ist nicht mehr möglich, mit traditionellen Methoden wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Insbesondere steigende Rohstoffpreise und Marktunsicherheiten zwingen Unternehmen zu agileren und digital ausgerichteten Strategien.
Rohstoffpreise steigen, Konsumgewohnheiten ändern sich
Im Zeitraum Januar-Februar 2025 stiegen die Kaffeepreise um 18 %, Zucker um 8 % sowie Holz, Weizen, Zinn und Gold um jeweils 7 %. Diese Situation belastet sowohl Lieferanten als auch Verbraucher. Während Großeinkäufe zunehmend durch kleine und häufige Käufe ersetzt werden, wenden sich Unternehmen zur Kostenoptimierung KI-Lösungen zu.
Bis zu 20 % Kostensenkung durch Künstliche Intelligenz
Aktuellen Daten von McKinsey zufolge haben 61 % der Unternehmen, die KI integriert haben, ihre Lieferkettenkosten um 10 bis 20 % gesenkt. Laut Atalay führt dies zu härteren Verhandlungsprozessen, einer verstärkten Suche nach Lieferanten und einer Vereinfachung bei Produktdesigns.
Nachrichtenquelle: Netizen Global