Zugriff auf 45 Steam-Shopseiten aus der Türkei gesperrt
Laut den EngelliWeb-Daten der Vereinigung für Meinungsfreiheit (İfade Özgürlüğü Derneği) wurden die Shopseiten von 45 Spielen auf Steam für Nutzer aus der Türkei gesperrt; die meisten Entscheidungen wurden im Jahr 2026 getroffen.
Aktuellen Daten des Projekts EngelliWeb der Vereinigung für Meinungsfreiheit zufolge wurden die Shopseiten von 45 Spielen auf der digitalen Spieleplattform Steam für den Zugriff aus der Türkei gesperrt.
Es wurde darauf hingewiesen, dass der Großteil der Sperrbeschlüsse im Jahr 2026 gefasst wurde, während andere Entscheidungen zu verschiedenen Zeitpunkten seit 2023 in Kraft traten. Die Beschlüsse verhindern, dass die betreffenden Spiele direkt aus der Türkei aufgerufen werden können.
Zu den gesperrten Titeln gehören laut den EngelliWeb-Daten auch die von Rockstar Games entwickelten Spiele Bully: Scholarship Edition und Manhunt. Auf der Liste stehen zudem drei Spiele der POSTAL-Reihe sowie das Horrorspiel Poppy Playtime.
INHALTSKLASSIFIZIERUNGEN FALLEN AUF
Der Analyse zufolge sind 40 der 45 gesperrten Spiele im System zur Klassifizierung von Inhalten für Erwachsene auf Steam mit mindestens einer Kategorie markiert. Dies entspricht etwa 88,9 Prozent der gesamten Liste.
Den Klassifizierungsdaten zufolge fallen 40 Spiele unter den allgemeinen Bereich für Erwachseneninhalte, während 20 Spiele in die Kategorie für seltene Nacktheit oder sexuelle Inhalte eingestuft sind. 15 Spiele sind ausschließlich als sexuelle Inhalte für Erwachsene gekennzeichnet, 15 Spiele als häufige Nacktheit oder sexuelle Inhalte und 15 Spiele als häufige Gewalt oder blutige Darstellungen. Da Spiele in mehrere Kategorien fallen können, können die Gesamtsummen in diesen Rubriken 100 Prozent übersteigen.
Bei Konten auf Steam, bei denen die Filter für Erwachseneninhalte aktiviert sind, wird den Nutzern vor dem Aufrufen solcher Spieleseiten eine Inhaltswarnung angezeigt. Bei den nun gesperrten Seiten ist es Nutzern mit einer Verbindung aus der Türkei jedoch nicht mehr möglich, die entsprechenden Shopseiten zu erreichen.
Die Daten haben die Debatte über Inhaltskontrolle auf digitalen Spieleplattformen, lokale Zugriffsbeschlüsse und den Zugang der Nutzer zu digitalen Inhalten erneut in den Fokus gerückt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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