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Aus 17 Stunden 'Verhör' wurde eine Seite Aussage: 'Jemand lügt, aber wer?'

Es wird behauptet, dass Seçil Erzan, die im Zusammenhang mit dem als "Fatih-Terim-Fonds" bekannten Betrugsfall mit hochverzinsten Devisenfonds in Untersuchungshaft sitzt, bei der Denizbank eine 17-stündige Aussage gemacht hat, diese jedoch nur eine einzige Seite umfasst.

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Aus 17 Stunden 'Verhör' wurde eine Seite Aussage: 'Jemand lügt, aber wer?'

Es gibt auffällige Diskrepanzen zwischen der Aussage, die Seçil Erzan, die im Zusammenhang mit dem als "Fatih-Terim-Fonds" bekannten Betrugsfall mit hochverzinsten Devisenfonds in Untersuchungshaft sitzt, gegenüber der Staatsanwaltschaft gemacht hat, und ihrer Verteidigung gegenüber der Denizbank.

Zudem wurde behauptet, dass Erzan in ihrer 17-stündigen 'Verteidigung' nur eine einzige DIN-A4-Seite an schriftlicher Aussage hinterlassen hat.

Der Sözcü-Kolumnist Aytunç Erkin hat die Aussage von Seçil Erzan gegenüber der Bank eingesehen. Erkin wies darauf hin, dass das Gespräch der Bank mit Seçil Erzan zwei Tage dauerte und insgesamt 17 Stunden in Anspruch nahm, jedoch nur eine einseitige Aussage dabei herauskam, und verwies auf die ergänzende Aussage, die Erzan bei der Staatsanwaltschaft machte.

"DU MUSST SAGEN, DASS DIE HANDLUNGEN NICHT IN DER BANK STATTFANDEN"

Erkin wies darauf hin, dass Erzan in ihrer Aussage angab, am Samstag, dem 8. April, sei der Regionalleiter der Denizbank für die Region Europa-1 zu ihrem Haus in Çorlu gekommen und sie am nächsten Tag unter Begleitung von Sicherheitskräften in die Denizbank-Zentrale in Zincirlikuyu gebracht worden. Dort habe sie die im Haus befindlichen Dokumente dieser Person übergeben. Zudem sei eine Tonaufnahme gemacht worden, bei der ihr gesagt wurde: "Du musst sagen, dass du kein Geld in der Bank entgegengenommen hast und dass deine Handlungen nicht in der Bank stattfanden." Erkin zitierte daraufhin den folgenden Teil aus dem "Informationsvermerk zu den Gesprächen mit Seçil Erzan", den die Bank am 26. Mai erstellt hatte:

"IN EINER EXCEL-TABELLE ZUSAMMENGEFÜHRT"

"Am 9. und 10. April 2023, vor oder während der Gespräche mit Seçil Erzan im 18. Stock des Denizbank-Hauptquartiers, wurde weder eine Taschen- noch eine Körperdurchsuchung bei der genannten Person durchgeführt. Es wurde nichts von dem, was Seçil Erzan von zu Hause mitgebracht hatte, überprüft, und weder Notizbücher, Terminkalender noch irgendetwas anderes, das sie bei sich trug, wurde ihr abgenommen. Seçil Erzan hat in diesen zwei Tagen zusammenfassend erklärt: das von ihr aufgebaute System, von wem sie wie viel Geld erhalten und wie sie Zahlungen geleistet hat, sowie wo sie die Gelder entgegengenommen und übergeben hat. Während des Gesprächs äußerte Seçil Erzan von Zeit zu Zeit die ihr erinnerlichen Beträge, die von Personen gegeben oder entgegengenommen wurden, die durch die persönliche Übergabe von Bargeld an sie und/oder den Erhalt von Bargeld von ihr an dieser Struktur, die sie als 'System' bezeichnete, beteiligt waren. Diese Informationen wurden vom Revisionsausschuss in einer Excel-Tabelle zusammengeführt."

"JEMAND LÜGT, ABER WER?"

Erkin erklärte: "Es klafft eine Lücke zwischen der Aussage, die Seçil Erzan gegenüber der Bank gemacht hat, und ihrer zweiten Aussage bei der Staatsanwaltschaft. Tatsächlich gibt es auch gravierende Unterschiede zwischen dem Informationsvermerk der Bank und dem, was Erzan gesagt hat."

Erkin schrieb: "Jemand lügt, aber wer? Außerdem ist es erstaunlich, dass nach einem Gespräch, das zwei Tage und etwa 17 Stunden dauerte, nur ein einziges A4-Blatt dabei herauskam!"


Nachrichtenquelle: 12punto

Aytunç Erkin Denizbank Fatih-Terim-Fonds Fondsbetrug Seçil Erzan