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60.000 Entlassungen erwartet: Strafvollzugsreform auf dem Weg ins Parlament

Durch die von der Volksallianz (Cumhur İttifakı) erarbeitete Strafvollzugsreform wird die Entlassung von etwa 60.000 Häftlingen erwartet. Der vom Justizministerium vorbereitete Entwurf soll demnächst der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorgelegt werden.

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60.000 Entlassungen erwartet: Strafvollzugsreform auf dem Weg ins Parlament

Im Rahmen der Arbeiten der Volksallianz am Strafvollzugsgesetz wird davon ausgegangen, dass etwa 60.000 Menschen aus den Gefängnissen entlassen werden könnten. Die Regelungen zum Strafvollzugsgesetz und zum 10. Justizpaket sollen durch die gemeinsame Arbeit der Partner der Volksallianz, AKP und MHP, umgesetzt werden.

Nachdem sowohl die AKP und MHP als auch das Justizministerium ihre Vorbereitungen abgeschlossen haben, wird die Vorlage des Entwurfs beim Präsidium der TBMM erwartet.

TREFFEN ZWISCHEN DEM-PARTEI UND YILMAZ TUNÇ

Es ist bekannt, dass die Delegation der DEM-Partei bei einem Treffen mit Justizminister Yılmaz Tunç während der laufenden Arbeiten einige Anpassungen in der Justizgesetzgebung forderte, einschließlich des Strafvollzugsgesetzes. Aus diesen Gründen wird in Regierungskreisen geäußert, dass im Zuge der Regelungen zum Strafvollzugsgesetz eine Selbstauflösung der PKK in Anlehnung an den Aufruf des Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, vom 27. Februar erwartet werden könnte.

Das Justizministerium arbeitet an einer Änderung der Vollzugszeiten für bestimmte Straftaten, einer Verlängerung der Bewährungsfrist auf 3 Jahre zur Verringerung der Überbelegung in Gefängnissen, der Aufhebung von Vollzugsrabatten bei Rückfalltätern, der Änderung von Vollzugsquoten, der Verschärfung von Strafen bei Gewalt- und Sexualdelikten, der Verkürzung von Verfahrensdauern sowie einer Neudefinition der Straftatbestände für bestimmte Handlungen.

"GEFÄNGNISSE WERDEN NACH STRAFTATTYPEN GEGLIEDERT"

In der Studie, die auch Maßnahmen zur Resozialisierung von Häftlingen behandelt, ist die Schaffung spezifischer Haftbedingungen je nach Straftattyp vorgesehen. Demnach sollen Häftlinge, die wegen Delikten wie Drogenabhängigkeit, Raub, Diebstahl oder Mord verurteilt wurden, unter spezifischen Haftbedingungen untergebracht werden. Dabei sollen Maßnahmen wie gezielte Bildung, psychologische Unterstützung, Teilnahme an Projekten zur sozialen Entwicklung und gemeinnützige Arbeit zur Resozialisierung eingeführt werden. Auch bei der Struktur der in der Öffentlichkeit diskutierten Gefängnisüberwachungs- und Bewertungsausschüsse werden Änderungen erwartet.

Quellen der Volksallianz betonen, dass die Regelung, an der sie arbeiten, nicht als Amnestie oder vorzeitige Entlassung bezeichnet werden könne, während das Justizministerium weiterhin prüft, wie viele Personen von der Regelung betroffen sein werden. In ersten Analysen wird davon ausgegangen, dass bei einer Umsetzung der Regelung etwa 60.000 Menschen aus den Gefängnissen entlassen werden könnten.



Nachrichtenquelle: 12punto

Justizministerium