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Ausschuss für den Friedensprozess tritt heute zusammen... Wird eine Delegation den Terroristenführer besuchen? AKP will Geheimhaltung, die Opposition fordert Transparenz

Während im Rahmen des neuen, als „Türkei ohne Terror“ bezeichneten Prozesses die Frage aufkommt, ob der im Parlament eingerichtete Ausschuss den Terroristenführer Abdullah Öcalan treffen wird, erklärte die CHP: „Es sollte nicht mit dem PKK-Anführer, sondern zuerst mit den Familien der Märtyrer gesprochen werden.“

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Ausschuss für den Friedensprozess tritt heute zusammen... Wird eine Delegation den Terroristenführer besuchen? AKP will Geheimhaltung, die Opposition fordert Transparenz

Nachdem eine Gruppe von PKK-Terroristen im Rahmen des neuen Prozesses, der von MHP-Parteichef Devlet Bahçeli initiiert wurde und den die Regierung als „Türkei ohne Terror“ bezeichnet, ihre Waffen in einer symbolischen „Zeremonie“ niedergelegt hat, richtet sich der Blick nun auf den im türkischen Parlament (TBMM) eingerichteten Ausschuss.

Der Ausschuss, dessen Name noch nicht endgültig feststeht, wird heute um 11.00 Uhr unter dem Vorsitz des Parlamentspräsidenten Numan Kurtulmuş zusammentreten. Dem Ausschuss gehören 21 Abgeordnete der AKP, 10 der CHP, jeweils 4 der DEM-Partei und der MHP, 3 der Yeni Yol Partisi sowie jeweils ein Abgeordneter der HÜDA PAR, der Yeniden Refah Partisi, der TİP, der EMEP, der DSP und der DP an.

In dem Ausschuss, an dem die İYİ-Partei nicht teilnehmen wird, sitzen insgesamt 48 Abgeordnete; Entscheidungen werden mit einer Mehrheit von mindestens 29 Stimmen getroffen.

Bei der ersten Sitzung des Ausschusses heute werden keine Kameraleute oder Pressefotografen zugelassen. Es wurde bekannt, dass das Bildmaterial vom Parlament zur Verfügung gestellt wird und in der ersten Sitzung die Arbeitsweise und Grundsätze festgelegt werden sollen.

WENN EIN GEHEIMHALTUNGSBESCHLUSS GEFASST WIRD, GILT DIES ALS „STAATSGEHEIMNIS“

Die AKP fordert, dass die Beratungen des Ausschusses unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden und die Protokolle als „Geheim“ eingestuft werden. Die Opposition hingegen plädiert dafür, den gesamten Prozess öffentlich zu führen, mit der Begründung: „Alles sollte offen sein; unsere Bürger, die seit 50 Jahren unter diesem Schmerz leiden, müssen über jeden Schritt informiert werden.“ Gemäß Artikel 70 der Geschäftsordnung des Parlaments würden die im Ausschuss geäußerten Inhalte bei einem Geheimhaltungsbeschluss als „Staatsgeheimnis“ gelten, und Dokumente sowie Protokolle würden vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Zudem reicht gemäß Artikel 32 der Geschäftsordnung die Zustimmung eines Drittels der Mitglieder aus, um eine nicht-öffentliche Sitzung einzuberufen.

EMİR: DER PROZESS DARF NICHT IM DUNKELN GEFÜHRT WERDEN

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CHP und Ausschussmitglied Murat Emir äußerte sich gegenüber SÖZCÜ zu den heute beginnenden Arbeiten. Emir betonte, dass der Prozess transparent geführt werden müsse: „Familien von Märtyrern, Veteranen und NGOs sollten kommen und sprechen. Unter dem Dach des Parlaments, vor den Augen der Öffentlichkeit, muss eine transparente Arbeit geleistet werden; kein Schritt des Prozesses darf verborgen bleiben.“ Emir äußerte zudem folgende Ansichten: „Der Name des Ausschusses muss unbedingt ‚Demokratie und Gerechtigkeit‘ enthalten. Freiheit muss für diejenigen kommen, die trotz Verfassung und Entscheidungen des Verfassungsgerichts inhaftiert sind, sowie für die Gewählten. Die Regierung sollte ihre eigene Agenda nicht aufzwingen.“

MHP-Chef Bahçeli hatte zu Beginn des Prozesses in seiner Rede vor der Fraktionssitzung seiner Partei gefordert, dass der Terroristenführer Abdullah Öcalan ins Parlament kommen und vor der Fraktion der DEM-Partei sprechen solle.

Es wurde behauptet, dass jeweils ein Vertreter der im Ausschuss vertretenen Parteien nach İmralı reisen werde, um ein Gespräch mit dem Terroristenführer Abdullah Öcalan zu führen. Laut einem Bericht von Başak Kaya von Sözcü erklärte die Opposition: „Es sollte nicht mit dem PKK-Anführer, sondern zuerst mit den Familien der Märtyrer gesprochen werden.“

Auch CHP-Chef Özgür Özel hatte kürzlich in einer Fernsehsendung erklärt, dass seine Partei keine Delegation nach İmralı entsenden werde.


Nachrichtenquelle: 12punto

Abdullah Öcalan Öffnungsprozess Ausschuss