Ahmet Hakan schreibt über die ‚nicht angesprochene Seite des Instagram-Verbots‘: Eine bemerkenswerte Warnung an die AKP
Der für seine Nähe zur Regierung bekannte Chefredakteur der Hürriyet, Ahmet Hakan, warnte die Regierung in seinem Artikel mit dem Titel ‚Die nicht angesprochene Seite des Instagram-Verbots‘. Er betonte, dass die Nutzer der Plattform ‚apolitischer‘ Natur seien, und erklärte: „Wenn man ein zutiefst apolitisches Medium aus einem zutiefst politischen Grund verbietet... macht man sich apolitische Menschen zum Feind.“
Die durch eine Entscheidung der BTK verhängte Zugangssperre für Instagram besteht weiterhin.
Während das Instagram-Verbot in den achten Tag geht, wurde noch keine Erklärung dazu abgegeben, wann die Plattform wieder freigeschaltet wird.
Der Minister für Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uraloğlu, hatte in seiner letzten Stellungnahme erklärt: „Dass es geschlossen bleibt, macht uns nicht sehr glücklich. Wir wollen auch nicht, dass es sich zu sehr in die Länge zieht. Wir haben drei Treffen abgehalten und sind an einem bestimmten Punkt angelangt. Die Gespräche dauern an, wir stehen in ständigem Kontakt.“
AHMET HAKANS KOMMENTAR ZU INSTAGRAM: MAN MACHT SICH APOLITISCHE MENSCHEN ZUM FEIND
Der für seine Nähe zur Regierung bekannte Chefredakteur der Hürriyet, Ahmet Hakan, richtete eine bemerkenswerte Warnung an die AKP bezüglich dieses Themas.
Hakan, der zum Ausdruck brachte, dass Instagram-Nutzer apolitische Menschen seien, äußerte: „Wenn man ein zutiefst apolitisches Medium aus einem zutiefst politischen Grund verbietet... macht man sich apolitische Menschen zum Feind.“
Hakans Artikel mit dem Titel ‚Die nicht angesprochene Seite des Instagram-Verbots‘ lautet wie folgt:
„INSTAGRAM-Nutzer sind im Allgemeinen apolitische Menschen.
Deshalb können sie den Grund für das Instagram-Verbot nicht nachvollziehen.
*
Das ist richtig.
Instagram hat eine beschämende Zensur ausgeübt.
Es hat sich herausgestellt, dass sie Beiträge, die ihnen nicht in den Kram passten, zensiert haben.
Mit dieser Haltung haben sie gezeigt, dass sie keineswegs ein freiheitliches Medium sind.
Das alles stimmt.
*
Aber es gibt eine bittere Wahrheit:
Die apolitischen Nutzer interessieren sich leider nicht für diese beschämende Zensur.
*
Wenn man ein zutiefst apolitisches Medium aus einem zutiefst politischen Grund verbietet...
macht man sich apolitische Menschen zum Feind.
*
Die beherrschende Welt von Instagram ist ein regelrechter apolitischer Abgrund.
Es ist kein Ort, an dem eine politische Haltung auf Resonanz stoßen kann.
An einem Ort, an dem sich diejenigen versammeln, die sich kaum dafür interessieren, dass Israel ein Kindermörder ist, ist es sehr schwer, dass die Verurteilung der Ermordung von Haniyeh auf Resonanz stößt.
*
An meiner Stelle würde ich keine politischen Befindlichkeiten in solche apolitischen Medien hineintragen.
Denn es gibt keine Resonanz. Denn es hat keine Wirkung. Denn es gibt keinen Empfänger dafür.
*
Weil Instagram geschlossen ist...
gibt es Leute, die ihre Hochzeit verschieben, Leute, die ihre Urlaubspläne aufgeben, Leute, die keine Freude mehr am Leben haben.
Sie wollen es zeigen, und wenn sie es nicht zeigen können, haben sie keinen Spaß mehr an dem, was sie tun.
Das ist die Zielgruppe, mit der man es aufgrund des Verbots zu tun bekommt.
*
Man kann dieser Zielgruppe noch so oft sagen: ‚Ja, aber Instagram ist auch sehr zensurfreudig‘.
Kann das irgendeine Wirkung haben?“
Nachrichtenquelle: 12punto
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