Überraschende Äußerung von Ahmet Hakan zu den Leutnanten: „Als ich diese Bilder sah...“
Der für seine Nähe zur Regierung bekannte Chefredakteur der Hürriyet, Ahmet Hakan, hat die jungen Leutnante unterstützt, die bei der Abschlussfeier der Militärakademie den Slogan „Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals“ skandierten.
Dass die frisch von der Militärakademie graduierten Leutnante Slogans für den Gründer der Republik Türkei, den großen Anführer Gazi Mustafa Kemal Atatürk, skandierten, wurde in den sozialen Medien zum Thema.
Regierungsnahe Kreise unterstellten den jungen Leutnanten aufgrund der besagten Bilder eine „putschistische“ Gesinnung.
Zu diesem Thema kam nun eine überraschende Äußerung von Hakan, dem Chefredakteur der Hürriyet, der für seine Nähe zur Regierung bekannt ist.
Hakan kommentierte die Leutnante wie folgt: „Von welchem Kommandanten würden Sie träumen, in dessen Armee Sie dienen, am Jahrestag des großen Sieges, an dem das Land von der feindlichen Besatzung befreit wurde? Wenn Sie nicht gerade den verrückten Wunsch haben, sich in der griechischen Armee einschreiben zu lassen, dann ist Ihr Platz in Ihren Träumen natürlich die Armee von Mustafa Kemal.“
„Als ich diese Bilder sah, habe ich nicht gesagt: ‚Diese Offiziersanwärter betreiben Politik‘. Ohne mich von irgendeinem Einfluss leiten zu lassen, sagte ich: ‚Sie nehmen eine Haltung ein, die dem Geist des 30. August entspricht‘“ fuhr Ahmet Hakan fort und fügte hinzu: „Wenn wir schon die Absichten anderer interpretieren wollen, dann lassen Sie uns wenigstens eine wohlwollende Interpretation vornehmen.“
Hier ist der entsprechende Abschnitt aus Ahmet Hakans Artikel mit dem Titel ‚Wessen Soldat ist man am 30. August?‘:
„Ich habe es im Video gesehen: Während der Feierlichkeiten zum 30. August zieht eine Gruppe von Offiziersanwärtern ihre Säbel und ruft: ‚Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals‘. Diese Bilder werden derzeit diskutiert. Natürlich wieder im Rahmen der Polarisierung. Natürlich wieder in einem Umfeld, in dem niemand dem anderen zuhört. Ich weiß, es wird nichts nützen, aber ich möchte mich trotzdem in diese Diskussion einmischen:
Am Jahrestag des großen Sieges, an dem das Land von der feindlichen Besatzung befreit wurde...
Von welchem Kommandanten würden Sie träumen, in dessen Armee Sie dienen?
*
Wenn Sie nicht gerade den verrückten Wunsch haben, sich in der griechischen Armee einschreiben zu lassen...
Dann ist Ihr Platz in Ihren Träumen natürlich die Armee von Mustafa Kemal.
*
Wie jeder Türke, der sein Vaterland liebt, würden Sie sagen:
*
Wenn ich an jenem Tag dort gewesen wäre.
- Ich hätte nicht nach links oder rechts geschaut.
- Ich hätte nicht gezögert.
- Ich hätte nicht gerechnet.
Ich hätte sofort meinen Platz in der Armee von Mustafa Kemal eingenommen.
*
Aus dieser Perspektive betrachtet...
Am Jahrestag des großen Sieges am 30. August...
Hat es eine symbolische Bedeutung, dass die Offiziersanwärter ihre Säbel ziehen und rufen: ‚Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals‘.
In diesem Sinne gibt es nichts, was man missbilligen, seltsam finden oder diskutieren müsste.
*
Der Slogan ‚Wir sind die Soldaten Mustafa Kemals‘ sei zu einem Slogan einer politischen Ansicht geworden. Deshalb sei es unangemessen, dass Offiziersanwärter den Slogan einer politischen Ansicht skandieren.
Es gibt auch Leute, die das sagen.
*
Einige interpretieren es auch so:
*
„Es gibt die Verleumdungen der FETÖ gegen Militärschulen in der letzten Zeit. Die Offiziersanwärter haben mit diesem Slogan eigentlich auf diese Verleumdungen geantwortet.“
*
Was davon ist wahr?
Ich weiß es nicht.
Es gibt auch keine Möglichkeit, es zu wissen.
*
Aber eines weiß ich:
Als ich diese Bilder sah...
Habe ich nicht gesagt: ‚Diese Offiziersanwärter betreiben Politik‘.
Ohne mich von irgendeinem Einfluss leiten zu lassen, sagte ich:
‚Sie nehmen eine Haltung ein, die dem Geist des 30. August entspricht.‘
*
Wenn wir schon die Absichten anderer interpretieren wollen.
Dann lassen Sie uns wenigstens eine wohlwollende Interpretation vornehmen.
Nicht wahr?“
Nachrichtenquelle: 12punto
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