„Spezial“-Straße der AKP-Gemeinde für den Bau eines MHP-Stadtrats
Es wird behauptet, dass die Giresun-Gemeinde während der Zeit, in der der MHP-Stadtrat Hasan Yılmaz das Bürgermeisteramt vertretungsweise innehatte, eine Straße zu dessen Baustelle bauen ließ. Da die Straße aufgrund ihrer Steilheit nicht genutzt werden konnte, schaltete sich die Giresun-Gemeinde erneut ein und nahm eine Flächennutzungsänderung auf dem Gelände einer Universitätsmoschee vor, um eine alternative Straße zu erschließen.
Der MHP-Stadtrat und stellvertretende Bürgermeister Hasan Yılmaz der AKP-geführten Gemeinde Giresun soll laut Berichten vor drei Jahren, während der AKP-Bürgermeister Aytekin Şenlikoğlu außerorts war, kurzzeitig die Amtsgeschäfte geführt haben.
Wie İsmail Akduman von der Zeitung Sözcü berichtet; ließ Yılmaz in dieser Zeit eine Flächennutzungsänderung vornehmen, um eine Straße zu seinen Bauprojekten im höher gelegenen Stadtteil Gaziler zu erschließen. Die Kosten für diese von Yılmaz veranlasste Straße beliefen sich auf 1,5 Millionen TL, konnten jedoch aufgrund der extremen Steigung nicht genutzt werden.
STADTWALD ALS VORWAND
Daraufhin forderte die AKP-Gemeinde von der Universität Giresun einen Teil des für den Bau einer Moschee vorgesehenen Grundstücks, um eine Straße zu bauen. Als Vorwand diente das Argument, dass auf dem als Gaziler-Hügel bekannten Gelände oberhalb der Baustellen von Yılmaz ein Stadtwald errichtet werden solle.
UNIVERSITÄT SAGTE „NEIN“
Obwohl der Verwaltungsrat der Universität diesem Antrag nicht zustimmte, verabschiedete der Gemeinderat den Beschluss zur Flächennutzungsänderung.
Die Straße, deren Bau vor zwei Monaten begann, wurde Anfang dieses Monats für den Verkehr freigegeben. Mustafa Başer, Vorsitzender des Vereins für den Bau und Erhalt der Moschee der Universität Giresun, erklärte, dass die geschätzten Kosten für die Moschee bei 11 Millionen 500 Tausend Lira lägen und der Universität ein Areal von 6.200 Quadratmetern für ihren Verein zugewiesen worden sei.
„STRASSE FÜR EINE PRIVATPERSON ERSCHLOSSEN“
Başer sagte: „Der MHP-Stadtrat Hasan Yılmaz ließ für seine Bauprojekte oberhalb der Moschee eine Straße bauen. Da diese durch die Flächennutzungsplanung entstandene Straße zu steil war, konnte sie nicht genutzt werden. Daraufhin nahm die Gemeinde Giresun unter dem Vorwand eines Stadtwaldes eine rechtswidrige Flächennutzungsänderung auf dem uns gehörenden Moscheegelände vor, um eine andere Straße zu bauen. Dabei hat der Senat der Universität diese Flächennutzungsplanung gar nicht akzeptiert. Es wurde eine Straße für eine Privatperson erschlossen. Wir sind dagegen.“

Mustafa Başer erklärte, dass durch die neue Straße der Gemeinde etwa 1,5 Dönüm des Moscheegeländes widerrechtlich in Anspruch genommen wurden. Er gab an, die Gemeinde bei der CİMER gemeldet und Klage eingereicht zu haben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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