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AKP-Plan für vorgezogene Wahlen enthüllt: 'Erdoğan wird nicht kandidieren können, die Regierung in der Türkei wird wechseln'

Der Aufruf des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel zu vorgezogenen Neuwahlen am 2. November 2025 sorgt weiterhin für Gesprächsstoff in der politischen Agenda. Der Journalist Deniz Zeyrek bezeichnete den Vorstoß als politisch klugen Schachzug und erklärte: „Wenn heute gewählt würde, würden Erdoğan und die AK-Partei verlieren“.

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AKP-Plan für vorgezogene Wahlen enthüllt: 'Erdoğan wird nicht kandidieren können, die Regierung in der Türkei wird wechseln'

Der Aufruf des Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP), Özgür Özel, zu vorgezogenen Neuwahlen am 2. November 2025 hat die politischen Kreise in Ankara in Bewegung versetzt. Dass Özel den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu einer Debatte auf dem Sender A Haber herausforderte und „Ich nehme die Herausforderung an!“ rief, wurde im Lager der Opposition als Zeichen der Entschlossenheit gewertet.

„WENN HEUTE GEWÄHLT WÜRDE, WÜRDE DIE REGIERUNG WECHSELN“

Der Journalist Deniz Zeyrek erklärte in einer Analyse auf seinem persönlichen YouTube-Kanal, dass Özels Vorstoß ein „richtiges politisches Manöver“ sei. Er betonte jedoch auch, dass eine Wahl am 2. November 2025 aus verfassungsrechtlichen Gründen technisch nicht möglich sei. Zeyrek erinnerte daran, dass für vorgezogene Neuwahlen entweder eine Entscheidung des Präsidenten oder eine Mehrheit von 360 Abgeordneten im türkischen Parlament (TBMM) erforderlich sei, und fügte hinzu: „Diese Pläne werden nicht aufgehen. Erdoğan wird 2028 nicht kandidieren können.“

Zeyrek sagte in seiner Erklärung:

„Özgür Özel spricht sehr klar. Der Präsident und die Sprecher der AKP behaupten, sie lägen in den Umfragen vorn und würden Neuwahlen nicht scheuen. Wenn das so ist, dann bitte, bringen Sie die Wahlurnen. Aber sie können es nicht. Denn wenn sie jetzt wählen würden, würden sowohl Tayyip Erdoğan als auch die AK-Partei verlieren. Die Regierung in der Türkei würde wechseln, das wissen sie sehr genau.“

„SIE VERNICHTEN IHRE GEGNER MIT DER MACHT DES STAATES“

Zeyrek äußerte, dass sich die derzeitige Regierung der Wirtschaftskrise und der gesellschaftlichen Unzufriedenheit bewusst sei, aber die Justiz und die Staatsmacht als politische Instrumente einsetze, um Zeit zu gewinnen.

WIRTSCHAFTLICHE LAGE: PREISERHÖHUNGEN, KONKURSE, ARMUT

Deniz Zeyrek argumentierte, der Hauptgrund für das Vermeiden vorgezogener Neuwahlen durch die Regierung sei die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage. Mit Blick auf die hohe Inflation, die zunehmenden Insolvenzen und den Kaufkraftverlust stellte Zeyrek fest:

„Das Volk kann seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Die Inflation liegt bei 35 %, aber die Gehälter der Beamten steigen nur um 15 %. Die Mieten sind in die Höhe geschossen, Unternehmen gehen reihenweise pleite. Ausländische Investitionen bleiben aus. Selbst im Tourismus gibt es einen deutlichen Rückgang. Touristen, die nach Griechenland oder Italien reisen, kommen nicht in die Türkei, weil es hier mittlerweile zu teuer ist. Es ist offensichtlich, dass die Türkei wirtschaftlich nicht regierbar ist.“

„NIEMAND KANN SICH DEN WILLEN DES VOLKES ANEIGNEN“

Zeyrek reagierte auch auf einen Bericht von Bloomberg, in dem behauptet wurde, dass es in der Türkei keine wettbewerbsorientierten Wahlen mehr gebe:

„Steuert die Türkei auf eine Ära ohne Wahlen zu? Wo steuern Sie hin, mein Freund! Ein Regierungswechsel durch Wahlen ist die letzte Bastion der Demokratie. Niemand kann mir mein Wahlrecht nehmen. Der Wille dieses Volkes kann nicht geraubt werden.“

„ER KANN 2028 NICHT KANDIDIEREN“

Bezüglich der Debatte über Erdoğans dritte Kandidatur behauptete Zeyrek, die Regierung habe den Plan, „2027 eine Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen durch das Parlament zu erzwingen, um Erdoğan erneut kandidieren zu lassen“. Er behauptete jedoch, dass auch dieser Plan nicht erfolgreich sein werde:

„Ich sage es ganz klar: Dieser Plan wird nicht aufgehen. Wenn es 2026 keine Wahlen gibt, wird die Opposition 2027 keine Wahlurnen aufstellen. Tayyip Erdoğan wird 2028 nicht kandidieren können. Sie versuchen nur, bis dahin Zeit zu gewinnen. Aber am Ende wird es in diesem Land Wahlen geben.“


Nachrichtenquelle: 12punto

CHP-Vorsitzender Özgür Özel Präsident Recep Tayyip Erdoğan Vorgezogene Wahl