Alarm wegen Wucherpreisen bei Geflügelfleisch: Geldstrafen für Supermärkte in Istanbul
Das Handelsministerium gab bekannt, dass nach den Kontrollen zu den überhöhten Preisanstiegen bei Geflügelfleisch gegen nationale und lokale Supermarktketten in Istanbul Geldstrafen in Höhe von insgesamt 10.114.595 Lira verhängt wurden.
Nachdem die Nachfrage nach Geflügelfleisch mit Beginn der Sommermonate gestiegen war, wurde das Handelsministerium aktiv und veröffentlichte die Ergebnisse seiner Kontrollen gegen Wucherpreise. Aufgrund der Entscheidung, die auf der 49. Sitzung des Ausschusses für die Bewertung unlauterer Preise getroffen wurde, wurden gegen zahlreiche in Istanbul tätige Supermarktbetreiber Geldstrafen in Millionenhöhe verhängt.
DER AUSSCHUSS FÜR DIE BEWERTUNG UNLAUTERER PREISE HAT ENTSCHIEDEN
Der Ausschuss für die Bewertung unlauterer Preise, der dem Handelsministerium unterstellt ist, hielt seine 49. Sitzung ab und erörterte die Ergebnisse der Kontrollen auf dem Geflügelfleischmarkt.
In der Erklärung des Ministeriums wurde darauf hingewiesen, dass die Kontrolltätigkeiten ununterbrochen fortgesetzt werden, um die wirtschaftlichen Interessen der Bürger zu schützen, ein faires und wettbewerbsorientiertes Handelsumfeld auf dem Binnenmarkt aufrechtzuerhalten und Wucherpreise zu verhindern.
In der Erklärung hieß es:
"Als Handelsministerium setzen wir unsere Kontrolltätigkeiten entschlossen fort, um die wirtschaftlichen Interessen unserer Bürger zu schützen, ein faires und wettbewerbsorientiertes Handelsumfeld auf dem Binnenmarkt aufrechtzuerhalten und Wucherpreise zu verhindern."
STEIGENDE NACHFRAGE IM SOMMER LÖSTE KONTROLLEN AUS
Das Ministerium teilte mit, dass branchenweit erneut umfassende Untersuchungen eingeleitet wurden, um zu verhindern, dass einige Unternehmen den Anstieg der Verbrauchernachfrage nach Geflügelfleisch im Sommer als Gelegenheit für Preistreiberei nutzen.
In der Erklärung wurde daran erinnert, dass bereits zuvor umfassende Untersuchungen und Kontrollen durch Inspektoren des Handelsministeriums im Geflügelfleischsektor durchgeführt wurden und der Ausschuss für die Bewertung unlauterer Preise in diesen Prozessen gegen zahlreiche Unternehmen verwaltungsrechtliche Sanktionen verhängt hatte.
10.114.595 LIRA GELDSTRAFE FÜR SUPERMÄRKTE IN ISTANBUL
Die Erkenntnisse, die bei den Kontrollen der Teams der Istanbuler Provinzdirektion des Handelsministeriums vor Ort gewonnen wurden, wurden auf der Ausschusssitzung bewertet.
Als Ergebnis der Untersuchungen wurde beschlossen, gegen nationale und lokale Supermarktbetreiber in Istanbul, bei denen Wucherpreise festgestellt wurden, Geldstrafen in Höhe von insgesamt 10.114.595 Türkischen Lira zu verhängen.
In der Erklärung des Ministeriums wurde folgende Einschätzung abgegeben:
"Als Handelsministerium werden wir weiterhin ungewöhnliche Preisbewegungen in allen Phasen der Lieferkette von der Produktion bis zum Verbrauch genau beobachten und die notwendigen verwaltungsrechtlichen Maßnahmen entschlossen anwenden, um sicherzustellen, dass unsere Bürger Zugang zu Grundnahrungsmitteln zu angemessenen Preisen haben."
Unterdessen bleibt auch das gerichtliche Verfahren gegen den Geflügelfleischsektor ein aktuelles Thema.
Unter der Koordination der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft und auf der Grundlage der Feststellungen der Wettbewerbsbehörde und des Handelsministeriums war ein umfassendes Ermittlungsverfahren gegen Unternehmen eingeleitet worden, denen vorgeworfen wird, den Wettbewerb im Geflügelfleischsektor zu behindern und unlautere Preiserhöhungen zu verursachen.
Im Rahmen des Prozesses, der in Abstimmung zwischen den Ministerien für Justiz, Inneres, Handel sowie Schatz und Finanzen durchgeführt wurde, waren in vielen Provinzen, insbesondere in Istanbul, gleichzeitige Operationen durchgeführt worden, um sicherzustellen, dass Bürger Zugang zu Grundnahrungsmitteln zu angemessenen Bedingungen erhalten.
KONTROLL-TREUHÄNDER FÜR 13 GROSSUNTERNEHMEN EINGESETZT
Im Rahmen der Ermittlungen wurden, wie Justizminister Akın Gürlek bekannt gab, für 13 führende Unternehmen der Branche "Kontroll-Treuhänder" eingesetzt, um eine Vorprüfung auf Rechtskonformität durchzuführen.
Es wurde mitgeteilt, dass die Geschäftsführungen der Unternehmen zwar ihre Exekutivbefugnisse behalten, wichtige Entscheidungen jedoch von der Zustimmung der Treuhänder abhängig gemacht wurden.
Die Unternehmen, für die Kontroll-Treuhänder eingesetzt wurden, sind wie folgt aufgelistet:
Balıkesir: Banvit und Bupiliç
Bolu: Akpiliç und Erpiliç
Uşak: Gedik Tavukçuluk
Samsun: Ay-Pi Tavukçuluk
İzmir: Lezita Gıda
Ankara: AS Ofis Damızlık Yumurta A.Ş. und Bakpiliç Entegre Tavukçuluk A.Ş.
Istanbul: Şenpiliç Gıda San. A.Ş. und Orvital Organik Gıda
29 VERDÄCHTIGE MIT GERICHTLICHER AUFLAGE FREIGELASSEN
Im Zuge der laufenden Ermittlungen war gegen 32 Personen, darunter der CEO von Banvit, die Vorstandsvorsitzenden von Akpiliç und Aspiliç sowie hochrangige Führungskräfte von Unternehmen wie Erpiliç, Gedik und Lezita, ein Haftbefehl erlassen worden.
Die 29 bei den Operationen festgenommenen Verdächtigen wurden nach ihrer polizeilichen Vernehmung von dem zuständigen Gericht unter der Auflage eines Ausreiseverbots wieder auf freien Fuß gesetzt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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