Ali Babacan zur Allianz: Bemerkenswerte Worte zu Erdoğan
Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, erklärte, dass die „Yeni Yol“-Gruppe (Neuer Weg) zu einer Allianz erweitert werden könnte. Während er eine Zusammenarbeit mit der AKP unter den derzeitigen Bedingungen ausschloss, betonte er, dass der Fokus auf dem Aufbau eines neuen Allianzmodells liege.
Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, kündigte bei einem Treffen mit Journalisten in Antalya an, dass sie sich auf der Suche nach neuen politischen Wegen für die kommenden Wahlen befänden. Babacan erklärte, dass die unter dem Dach der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) gegründete „Yeni Yol“-Gruppe mit der Zeit zu einer Allianz mit breiterer Beteiligung heranwachsen könnte.
NEUE PHASE BEI DER ALLIANZSUCHE
Babacan sagte, dass die „Yeni Yol“-Gruppe, die durch den Zusammenschluss der DEVA-, Saadet- und Gelecek-Partei entstanden ist, nicht auf die derzeitige Struktur beschränkt bleiben müsse. Er wies darauf hin, dass Kontakte zu anderen politischen Parteien und unabhängigen Persönlichkeiten auf die Tagesordnung kommen könnten, und fügte hinzu: „Wir halten es für möglich und wahrscheinlich, dass sich die Yeni-Yol-Gruppe im kommenden Prozess in eine Allianzstruktur verwandelt.“
DISTANZ ZUR AKP BLEIBT BESTEHEN
Bezüglich einer möglichen Wiederannäherung an die AKP betonte Babacan, dass die Gründe für die Trennung in der Vergangenheit nicht ausgeräumt seien. Er erklärte, dass die Probleme in den Bereichen Recht, Gerechtigkeit, Korruptionsbekämpfung und Leistungsprinzip weiterhin bestünden und eine Zusammenarbeit ohne eine Änderung der aktuellen Bedingungen nicht in Frage komme.
„WIR SEHEN BEI HERRN ERDOĞAN KEINEN WILLEN ZUR VERÄNDERUNG“
Babacan äußerte, dass sie unter der Führung des AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan keinen starken Willen zur Veränderung sähen: „Zum heutigen Zeitpunkt sehen wir weder in der AK-Partei noch bei Herrn Erdoğan einen solch starken Willen zur Veränderung. Wir sehen nicht einmal einen Funken Veränderungswillen. Daher ist es in einem solchen Umfeld ehrlich gesagt schwierig, wieder zusammenzukommen und erneut zu sprechen.“
FOKUS: NEUE POLITISCHE ALTERNATIVE
Babacan betonte, dass man in der Politik absolute Urteile vermeiden sollte, und sagte, dass sie auf der Grundlage der vorliegenden Daten handelten. „Es ist nützlicher, auf der Grundlage der Fakten zu handeln, die wir sehen, anstatt auf schwachen Wahrscheinlichkeiten, damit wir unsere Energie nicht verschwenden. Wir konzentrieren derzeit unsere gesamte Energie auf den Aufbau einer neuen Alternative.“
EIN DRITTER WEG GEGEN DIE BIPOLARITÄT
Babacan erklärte, dass sie mit diesem neuen Modell verhindern wollen, dass die Wähler zwischen zwei Optionen eingeklemmt werden, und betonte, dass sie gegen eine Reduzierung der Politik auf eine einzige Achse seien. „Wir wollen unseren Bürgern nicht sagen: Es gibt zwei Optionen, Schwarz und Weiß, wählen Sie eine davon; wir wollen die Politik nicht in einem solchen schwarz-weißen Pol gefangen halten und ausdörren lassen“, sagte er.
Babacan merkte an, dass es in der Gesellschaft eine Erwartung in diese Richtung gebe und die Arbeiten in diesem Sinne fortgesetzt würden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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