„All-inclusive“-System im Tourismus vor dem Aus: Jährlich 50 Milliarden Lira Verschwendung
Die Türkei strebt bis 2028 die Marke von 80 Millionen qualifizierten Touristen an und plant in diesem Zuge eine schrittweise Abkehr vom „All-inclusive“-System. Das Ministerium für Kultur und Tourismus will durch einen stärkeren Fokus auf Gastronomie-, Kultur- und Gesundheitstourismus Anreize schaffen, damit Touristen die Hotels verlassen.
Die Türkei strebt im Tourismus bis 2028 die Marke von 80 Millionen qualifizierten Touristen an. Um dieses Ziel zu erreichen, bereitet sich das Land darauf vor, einen Plan zur schrittweisen Abkehr vom „All-inclusive“-System umzusetzen.
Der neue Plan soll innerhalb der nächsten vier Jahre schrittweise realisiert werden. Einer der ersten Schritte des Ministeriums für Kultur und Tourismus, um Touristen aus den Hotels zu locken, war die Einführung von nächtlichen Museumsbesuchen. Das Ministerium wird nun verstärkt auf Gastronomie-, Kultur- und Gesundheitstourismus setzen.
Wie die Zeitung Türkiye berichtet, erklärte Mustafa Korkutata, Mitglied des Verbands junger Geschäftsleute aus Ankara (ANGİAD), dass das „All-inclusive“-System zu Lebensmittelverschwendung führe. Er schlug vor, dass Hotels in der neuen Ära mit lokalen Restaurants in zentralen Lagen kooperieren könnten, um Touristen dazu zu bewegen, die Hotelanlagen zu verlassen. Korkutata teilte zudem mit, dass die durch Hotels verursachte Verschwendung jährlich 50 Milliarden Lira erreiche.
Nachrichtenquelle: 12punto
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