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Anstieg der Quellensteuer auf Einlagen: Welche Optionen werden Anleger wählen?

Mit einer im Amtsblatt veröffentlichten neuen Regelung wurden die Quellensteuersätze auf Einlagenerträge erhöht. Mit dieser Änderung wurde der Quellensteuersatz für kurzfristige Einlagen auf 15 Prozent und für mittelfristige Einlagen auf 12 Prozent angehoben. Bei langfristigen Einlagen stieg der Quellensteuersatz auf 10 Prozent. Durch diese Regelung sind auch die Nettozinserträge gesunken.

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Anstieg der Quellensteuer auf Einlagen: Welche Optionen werden Anleger wählen?

In den ersten Monaten des Jahres 2024 boten Banken den Einlegern attraktive Angebote mit hohen Zinssätzen. Im letzten Quartal des Jahres kam es jedoch mit dem Beginn der Zinssenkungen durch die Zentralbank zu einem Rückgang der Einlagenzinsen.

Derzeit werden auf dem Markt Zinssätze zwischen 35 und 49,5 Prozent angeboten. Es ist jedoch zu beobachten, dass die Banken mit fortschreitendem Zinssenkungsprozess niedrigere Sätze für langfristige Einlagen festlegen.

NEUE SÄTZE BEI DER QUELLENSTEUER AUF EINLAGEN

Gemäß der im Amtsblatt veröffentlichten Regelung wurden die auf Einlagenerträge angewandten Quellensteuersätze erhöht. Die neuen Sätze lauten wie folgt:

Einlagen mit einer Laufzeit von bis zu 6 Monaten: 10 Prozent › 15 Prozent

Einlagen mit einer Laufzeit von bis zu 1 Jahr: 7,5 Prozent › 12 Prozent

Einlagen mit einer Laufzeit von mehr als 1 Jahr: 5 Prozent › 10 Prozent

Diese Regelung erhöht die auf Einlagenerträge erhobene Steuer und könnte die Nettozinserträge verringern.

QUELLENSTEUERVORTEIL BEI AKTIENFONDS BESTEHT WEITER

Auch die Quellensteuersätze für Geldmarktfonds, Rentenfonds und Edelmetallfonds wurden angehoben:

Geldmarktfonds: 10 Prozent › 15 Prozent

Variable Fonds: 10 Prozent › 15 Prozent

Edelmetallfonds: 10 Prozent › 15 Prozent

Dachfonds: 7,5 Prozent › 12 Prozent

Bei Aktienfonds wird der Quellensteuersatz jedoch weiterhin bei 0 Prozent angewendet.

WIE HOCH IST DER MONATLICHE ERTRAG EINER EINLAGE VON 1 MILLION TL?

Mit den neuen Zinssätzen bewegt sich der monatliche Nettoertrag einer Einlage von 1 Million TL auf einem Niveau von etwa 35.000 bis 39.000 TL.

Während die Nettoerträge nach der Quellensteuererhöhung sinken, könnten Anleger dazu übergehen, Einlagen aufzulösen und sich Aktienfonds zuzuwenden.

WOHIN WIRD DAS AUS EINLAGEN ABGEZOGENE KAPITAL FLIESSEN?

Mit der Erhöhung der Quellensteuersätze und dem Sinken der Zinsen wird erwartet, dass sich Anleger alternativen Instrumenten zuwenden.

Laut dem vereidigten Wirtschaftsprüfer und Ökonomen Muhammet Bayram:

Auch wenn Einlagenzinsen weiterhin attraktiv bleiben, werden Aktienfonds aufgrund des Steuervorteils profitabler.

Da die währungsgeschützten Einlagen (KKM) Ende 2025 auslaufen, wird das Interesse der Anleger an der Börse und an Aktienfonds zunehmen.

WAS IST DIE RENTABELSTE STRATEGIE FÜR EINLEGER?

Ökonomen zufolge können Einleger während des Zinssenkungsprozesses höhere Renditen erzielen, indem sie ihr Geld in kurzfristige Einlagen anlegen.

Empfohlene Methode:

Einlagen mit einer Laufzeit von 32 Tagen abschließen und nach Ablauf erneut in die gleiche Laufzeit investieren

Sich der Börse und Aktienfonds zuwenden, um vom Steuervorteil zu profitieren

WIE WERDEN SICH EINLAGENINVESTITIONEN IN DER NEUEN ÄRA GESTALTEN?

Mit der Quellensteuererhöhung verengen sich die Optionen für Anleger. Dennoch bleiben TL-Einlagen, die immer noch eine Realrendite zwischen 35 und 40 Prozent bieten, ein sicherer Hafen.

Langfristig wird jedoch erwartet, dass die Börse, Aktienfonds und fremdwährungsbasierte Investitionen attraktiver werden. Es wird prognostiziert, dass die Borsa Istanbul die erste Adresse für das aus Einlagen abfließende Kapital sein wird.



Nachrichtenquelle: 12punto

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