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Aufnahme türkischer Schüler an drei deutschen Schulen gestoppt

In der Krise um ausländische Schulen in der Türkei gibt es eine neue Entwicklung. Das deutsche Außenministerium hat bekannt gegeben, dass die Aufnahme türkischer Schüler an drei deutschen Schulen in Ankara, Istanbul und Izmir gestoppt wurde.

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Aufnahme türkischer Schüler an drei deutschen Schulen gestoppt

Nach den französischen Schulen hat in dieser Woche auch die zur deutschen Botschaft in Ankara gehörende Ernst-Reuter-Schule bekannt gegeben, dass sie keine türkischen Schüler mehr aufnimmt. Dazu äußerte sich nun das deutsche Außenministerium.

Wie das Ministerium gegenüber DW Türkçe mitteilte, betrifft die Entscheidung Schüler mit türkischer Staatsbürgerschaft, die sich für das Schuljahr 2024/25 neu an der Ernst-Reuter-Schule in Ankara sowie an deren zwei Zweigstellen in Izmir und Istanbul anmelden wollten. In der Erklärung wurde betont, dass türkische Schüler, die diese Schulen bereits besuchen, von der Regelung ausgenommen sind. Quellen aus dem deutschen Außenministerium unterstrichen zudem, dass man mit den türkischen Behörden in Kontakt stehe.

Dieser Erklärung zufolge wurde neben der Ernst-Reuter-Schule auch an zwei weiteren Privatschulen, die der deutschen Botschaft in Izmir und Ankara unterstehen, die Aufnahme türkischer Schüler gestoppt. Andere deutsche Schulen in der Türkei sind von dieser Entscheidung nicht betroffen.

WAS WAR GESCHEHEN

Auch die zur französischen Botschaft gehörenden Charles-de-Gaulle- und Pierre-Loti-Gymnasien in der Türkei hatten zuvor erklärt, keine Schüler mit türkischer Staatsbürgerschaft mehr aufzunehmen.

Der türkische Bildungsminister Yusuf Tekin hatte in einer Stellungnahme zu den ausländischen Schulen in der Türkei erklärt, dass man sich im Dialog mit den betroffenen Parteien befinde.

Tekin sagte: "Diese Schulen haben unter normalen Umständen keinen Platz in unserer Gesetzgebung. Wenn sie sich also in den gesetzlichen Rahmen einfügen, werden sie ihren Lehrbetrieb fortsetzen können. Wenn nicht, sind sie als nicht existent zu betrachten." Tekin fügte hinzu, dass für den rechtlichen Status dieser Schulen ein internationales Abkommen erforderlich sei. Er betonte, man hoffe, mit den betroffenen Ländern eine gemeinsame Basis zu finden, damit die 12 Schulen, für die es nach seinen Worten "keine gesetzliche Grundlage" gebe, weiterbestehen könnten. Minister Tekin erklärte, dass die Gespräche mit Frankreich und Pakistan derzeit andauern.

Nach dem Statusstreit zwischen dem türkischen Bildungsministerium (MEB) und den in der Türkei tätigen französischen Schulen "Charles de Gaulle" und "Pierre Loti" war bekannt gegeben worden, dass diese Schulen im kommenden Schuljahr keine türkischen Schüler aufnehmen können.

'ANMELDUNGEN VON PERSONEN MIT TÜRKISCHEM PASS WERDEN NICHT ENTGEGENGENOMMEN'

In ähnlicher Weise erklärte die deutsche Ernst-Reuter-Schule in Ankara diese Woche, dass sie aufgrund eines Hinweises des türkischen Außenministeriums bis auf Weiteres keine Anmeldungen von Personen mit türkischem Pass, einschließlich Doppelstaatlern, entgegennehmen könne.

In der von der Ernst-Reuter-Schule veröffentlichten Erklärung hieß es: "Wir möchten Sie darüber informieren, dass das türkische Außenministerium durch eine Note mitgeteilt hat, dass wir bis auf Weiteres keine neuen Schüler mit türkischem Pass (einschließlich Doppelstaatlern) an der Ernst-Reuter-Schule in Ankara, einschließlich des Kindergartens, für das Schuljahr 2024/2025 aufnehmen dürfen."

In der Türkei sind insgesamt sechs deutsche Schulen tätig: die Ernst-Reuter-Schule in Ankara, die Privatschule der deutschen Botschaft in Istanbul, das Private Deutsche Gymnasium (Özel Alman Lisesi), das Istanbul Erkek Lisesi, das İELEV-Privatgymnasium sowie die Privatschule der deutschen Botschaft in Izmir.



Nachrichtenquelle: 12punto

Deutschland Privatschule