Außenminister Fidan äußert sich zu Gaza: 'Wir steuern auf ein großes Risikoszenario zu'
Außenminister Hakan Fidan erklärte, dass die Ereignisse in Gaza seit dem 7. Oktober das Gewissen der gesamten Menschheit belasten. Er sagte: „Dass unsere palästinensischen Brüder und Schwestern – ob Kinder, Kranke oder Alte – selbst in Schulen, Krankenhäusern und Moscheen ins Visier genommen werden, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Jeder, der ein Gewissen hat, muss diesem Grauen, das sich vor den Augen der ganzen Welt abspielt, Einhalt gebieten.“
Außenminister Hakan Fidan sprach auf einer gemeinsamen Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem katarischen Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani in Doha.
Minister Fidan betonte, dass die Ereignisse in Gaza seit dem 7. Oktober das Gewissen der gesamten Menschheit belasten, und erklärte: „Dass unsere palästinensischen Brüder und Schwestern – ob Kinder, Kranke oder Alte – selbst in Schulen, Krankenhäusern und Moscheen ins Visier genommen werden, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Jeder, der ein Gewissen hat, muss diesem Grauen, das sich vor den Augen der ganzen Welt abspielt, Einhalt gebieten.“
Fidan unterstrich, dass man die Angriffe auf unschuldige Zivilisten in Gaza, die sich in eine Form der Kollektivstrafe verwandelt hätten, in keiner Weise akzeptiere, und fügte hinzu:
„Wir werden auch nicht hinnehmen, dass die Palästinenser in Gaza aus ihrer Heimat vertrieben werden. Dies ist nicht nur ein Unrecht gegenüber den Palästinensern, sondern eine Entwicklung, die auch zur Destabilisierung Ägyptens, Jordaniens und Beiruts führen wird. Israel muss diesen falschen Weg umgehend verlassen. Eine Bodenoffensive gegen Gaza würde dieses Grauen in ein regelrechtes Massaker verwandeln. Maßnahmen zur Beendigung des Krieges und der Angriffe auf Zivilisten in Gaza sind dringend erforderlich. Es muss sofort ein Waffenstillstand ausgerufen und ein Korridor für humanitäre Hilfe geschaffen werden.“
Fidan wies darauf hin, dass in Gaza im Vergleich zu früheren Belagerungen ein noch größeres Ausmaß an Zerstörung und Tod herrsche, und bewertete die Lage wie folgt: „Insbesondere die Tatsache, dass diesmal Strom und Wasser abgestellt wurden und die Einfuhr grundlegender humanitärer Güter nach Gaza verhindert wird, führt zu einer noch größeren humanitären Katastrophe, die weiterhin andauert. Das grundlegende Problem ist: Je mehr Tod und Zerstörung zunehmen, desto stärker wird zwangsläufig die Reaktion in der Region ausfallen. Die Folgen dieser Reaktion sind unvorhersehbar, aber wir wissen eines: Wir haben eine friedliche Lösung und einen Plan als Alternative. Wenn wir uns dafür einsetzen, ist es möglich, diesen Risiken derzeit zu entgehen, doch andernfalls steuern wir zunehmend auf ein größeres Risikoszenario zu.“
Nachrichtenquelle: AA
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