Babacan bewertet Trumps Äußerungen zu Gaza und greift Erdoğan an: 'Die AKP hat nur den Handel mit Israel im Kopf'
Der Vorsitzende der DEVA-Partei, Ali Babacan, kritisierte die AKP für ihre Politik gegenüber Israel. Babacan, der sich gegen die Aufrechterhaltung der Handelsbeziehungen der Türkei mit Israel ausspricht, behauptete, dass AKP-Mitglieder weiterhin Handel mit Israel treiben wollten.
Babacan erklärte, dass die Türkei trotz des Völkermords in Gaza den Handel mit Israel fortsetze, und kritisierte die Regierungspartei mit der Aussage, die AKP denke nur an 'Profit und Handel'. Babacan behauptete, dass der Handel mit Israel aufgrund des öffentlichen Drucks zurückgegangen sei, merkte jedoch an, dass man aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Landes nicht mehr wie früher 'One Minute' sagen könne.
Babacan erklärte, die Regierung habe nur den Handel mit Israel im Sinn, und äußerte sich wie folgt:
'Ich habe es immer gesagt und sage es immer noch. Seit dem 7. Oktober hat die Regierung in der Türkei in dieser Angelegenheit leider nicht das getan, was sie hätte tun müssen, und tut es auch weiterhin nicht... Erst nach Monaten, nach allerlei Reaktionen und Protesten, begannen sie zu sagen, dass sie den Handel mit Israel eingestellt haben oder einstellen werden.'
Andererseits erinnerte Babacan an seine eigene Zeit als Wirtschafts- und Außenminister und vermittelte die Botschaft, dass die Wirtschaft in jenen Jahren stark gewesen sei. Der DEVA-Parteichef betonte, dass die Türkei in jenen Jahren wirtschaftlich 'ihren Höhepunkt' erreicht habe, und argumentierte, dass man aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Landes nicht in der Lage sei, auf Israel zu reagieren.
Babacan wies auf die Situation der europäischen Länder während der Wirtschaftskrise 2008 hin und äußerte sich wie folgt:
'Ihre Gedanken und Augen sind immer noch auf den Handel und die Profite dort gerichtet... Es war leicht, 'One Minute' zu sagen, wenn man sich auf die Wirtschaft stützte, die wir damals gestärkt hatten. Erinnern Sie sich an die damalige Zeit der Türkei: Als ich Außenminister war und wir wirtschaftlich auf dem Höhepunkt waren, während ganz Europa am Boden lag; als Griechenland, Italien, Spanien und Portugal fast bankrott waren, war es leicht für die Türkei, aufrecht zu stehen und 'One Minute' zu sagen. Jetzt können sie es nicht mehr.'
Der US-Präsident Donald Trump Babacan bewertete auch die Äußerungen von Donald Trump zu Gaza und X teilte folgende Nachricht auf seinem Account:
'Gaza gehört den Menschen in Gaza. Gaza gehört denen, die für einen unabhängigen palästinensischen Staat Widerstand leisten. Die Palästinenser haben weder an Israel noch an die USA auch nur einen Zentimeter Land abzutreten. Was auch immer ihr tut, ihr werdet besiegt werden.'
Gaza gehört den Menschen in Gaza.
— Ali Babacan (@alibabacan) 12. Februar 2025
Gaza gehört denen, die für einen unabhängigen palästinensischen Staat Widerstand leisten.
Die Palästinenser haben weder an Israel noch an die USA auch nur einen Zentimeter Land abzutreten.
Was auch immer ihr tut, ihr werdet besiegt werden. pic.twitter.com/7rIAsjywgt

HANDEL ZWISCHEN DER TÜRKEI UND ISRAEL
Nach Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober 2023 setzten sich die Handelsbeziehungen zwischen der Türkei und Israel bis zum 2. Mai 2024 wie in der Vergangenheit fort. Im Mai beschloss die Türkei jedoch als Reaktion auf die Angriffe Israels in Gaza, alle Import- und Exportgeschäfte mit diesem Land zu stoppen.
Mit dieser Entscheidung wurden die Zollanmeldungen geschlossen und die Exporte der Türkei nach Israel vollständig eingestellt. Es stellte sich jedoch heraus, dass es im gleichen Zeitraum zu einem deutlichen Anstieg der türkischen Exporte nach Palästina kam. In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 stiegen die Exporte nach Palästina im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 526 Prozent auf 571,2 Millionen Dollar.
Dass der Handel mit Palästina historische Höchststände erreichte, führte in den Medien zu Kommentaren, dass der Handel der Türkei mit Israel auf indirektem Wege fortgesetzt werde. Insbesondere die Tatsache, dass ein erheblicher Teil der Exporte nach Palästina über Israel abgewickelt wurde und dabei israelische Häfen genutzt wurden, führte zu verstärkter Kritik. Demgegenüber beharrten die Behörden der Republik Türkei darauf, dass der Handel mit Israel vollständig eingestellt worden sei und die Exporte nach Palästina direkt der Deckung des Bedarfs der palästinensischen Bevölkerung dienten.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu
Warnung vor dem Risiko von Haarausfall bei GLP-1-Medikamenten
Die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters, die die CHP gewonnen hatte, wird ab der dritten Runde wiederholt