Bankenkonten beim Serien-Streaming geplündert: Bande zerschlagen
Über die App „İnat Box“, die kostenpflichtige Serien, Filme und Sportübertragungen illegal streamte, wurde ein Millionenbetrug begangen. Bei einer großangelegten Operation in 21 Provinzen wurden 43 Personen festgenommen, von denen 27 in Untersuchungshaft genommen wurden.
Auf Anweisung des Betrugsdezernats der Generalstaatsanwaltschaft Anadolu deckten Teams der Istanbuler Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität ein großes Cyber-Betrugsnetzwerk auf.
Im Zuge der Ermittlungen wurde festgestellt, dass über die auf Mobiltelefone heruntergeladene App „İnat Box“ kostenpflichtige Serien, Filme und Sportübertragungen illegal ausgestrahlt wurden.
MIT SCHADSOFTWARE IN BANKKONTEN EINGEDRUNGEN
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Verdächtigen nicht nur Piraterie betrieben, sondern auch gezielt die Bankkonten der Nutzer angriffen.
Den Vorwürfen zufolge wurde durch eine in die App eingeschleuste Schadsoftware insbesondere nachts unbefugter Zugriff auf die Online-Banking-Konten der Bürger erlangt. Auf diese Weise wurden von den Bankkonten von 46 Personen insgesamt 14 Millionen 714 Tausend 354 Lira abgebucht.
75 VERDÄCHTIGE IDENTIFIZIERT
Finanzanalysen, Bankkameraaufzeichnungen sowie Auswertungen von HTS-Daten und Mobilfunksignalen führten zur Identifizierung von 75 Verdächtigen. Es wurde bekannt, dass sich 7 von ihnen bereits im Gefängnis befinden und einer im Ausland aufhält.
GLEICHZEITIGE OPERATION IN 21 PROVINZEN
Am 26. August wurde eine gleichzeitige Operation in 21 Provinzen mit Schwerpunkt in Istanbul durchgeführt. Während gegen 67 Verdächtige Haftbefehle erlassen wurden, konnten 43 Personen festgenommen und zur Polizeidienststelle gebracht werden.
Nach Abschluss der Vernehmungen wurden 10 der Verdächtigen freigelassen. 33 Personen wurden dem Justizpalast Anadolu überstellt.
27 PERSONEN IN UNTERSUCHUNGSHAFT
Von den Verdächtigen, die der Staatsanwaltschaft vorgeführt wurden, wurden 27 mit dem Antrag auf Untersuchungshaft und 4 mit dem Antrag auf gerichtliche Auflagen dem Friedensrichter vorgeführt. Nach der richterlichen Anhörung wurden 27 Verdächtige inhaftiert und in ein Gefängnis überstellt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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