Bemerkenswertes Detail zum „Sachverständigen“ in der Untersuchung gegen Mansur Yavaş
Nachdem die Genehmigung zur Untersuchung gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Ankara (ABB), Mansur Yavaş, erteilt wurde, wurde bekannt, dass es sich bei dem in der Untersuchung hinzugezogenen Sachverständigen um Polsan handelt, eine Tochtergesellschaft des dem Ministerium unterstellten Polizeifürsorgefonds.
Es wurde behauptet, dass bei den Zahlungen an einige Künstler sowie bei den Ausgaben für den Bühnenaufbau bei Konzerten, die die Stadtverwaltung Ankara zwischen 2021 und 2024 veranstaltete, Unregelmäßigkeiten vorlagen. Das Innenministerium erteilte daraufhin eine Untersuchungsgenehmigung gegen Yavaş.
DETAILS ZUM VORPRÜFUNGSBERICHT
Der Journalist Tolga Şardan gab in seinem Artikel auf T24 an, dass er Zugang zu dem 214-seitigen Vorprüfungsbericht des Innenministeriums erhalten habe, der die Grundlage für das Verfahren bildet.
DIE ÜBERRASCHENDE WAHL DES „SACHVERSTÄNDIGEN“ IM BERICHT
Dem von zwei zivilen Oberinspektoren erstellten Bericht zufolge holten die Inspektoren des Innenministeriums, die untersuchten, ob bei den rund 130 von der Kultur- und Sozialabteilung der Stadtverwaltung organisierten Konzerten Unregelmäßigkeiten vorlagen, eine „Stellungnahme“ des Polizeifonds (Polsan) ein.
Im Bericht wurde auch die Formulierung aus dem offiziellen Schreiben von Polsan zitiert: „Polsan Turizm bietet als 100-prozentige Tochtergesellschaft des Polizeifürsorgefonds professionelle Dienstleistungen für Firmentreffen, Kongresse, Produkteinführungen und andere spezielle Veranstaltungen an.“
DIE SCHREIBEN VON POLSAN UND DIE KONZERTÜBERPRÜFUNG
Es wurde aufgedeckt, dass die Anfragen der Inspektoren, die die Konzertausgaben gemäß Artikel 22/b des Gesetzes über das öffentliche Auftragswesen Nr. 4734 prüften, von Polsan Turizm AŞ mit einem Schreiben vom 27. Januar 2025 beantwortet wurden. In zwei separaten Schreiben an das Innenministerium seien die Details zu den 130 Konzerten einzeln dargelegt worden.
Den Informationen im Bericht zufolge wurde in den übermittelten Stellungnahmen erklärt, dass bei den Zahlungen der Stadtverwaltung die marktüblichen Preise berücksichtigt worden seien.
DAS FACHGEBIET VON POLSAN SORGT FÜR DISKUSSIONEN
In Şardans Artikel wurde betont, dass auf der Website von Polsan keine detaillierten Informationen zu Organisationen im Bereich der darstellenden Künste zu finden seien; obwohl Beleuchtungs-, Dekorations- und technische Infrastrukturdienstleistungen erwähnt würden, seien keine kommerziellen Referenzen des Unternehmens in diesem Bereich aufgeführt.
Şardan äußerte sich im weiteren Verlauf seines Artikels wie folgt:
„Diese interessante Situation wirft zweifellos die Frage auf, ‚mit welchem Umfang und welcher Erfahrung das Unternehmen in der Lage war, den Inspektoren eine Stellungnahme zu geben‘. Egal wie korrekt die Untersuchung geführt wird, das Ergebnis wird zwangsläufig einen Schatten abbekommen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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