Beşiktaş-Bürgermeister Rıza Akpolat verhaftet: CHP-Mitglieder versammeln sich um 8 Uhr vor dem Rathaus
Der Bürgermeister von Beşiktaş, Rıza Akpolat, wurde verhaftet und in ein Gefängnis überstellt, nachdem er im Rahmen einer Operation gegen eine mutmaßliche kriminelle Vereinigung, deren Anführer Aziz İhsan Aktaş sein soll, dem Gericht mit dem Antrag auf Untersuchungshaft vorgeführt worden war.
Das in den vergangenen Wochen gegen die CHP-geführte Stadtverwaltung Esenler eingeleitete Ermittlungsverfahren setzt sich mit der Verhaftung des Bürgermeisters von Beşiktaş, Rıza Akpolat, fort. Akpolat, der vor vier Tagen zusammen mit 47 Personen, von denen die Mehrheit Mitarbeiter der Stadtverwaltung Beşiktaş ist, festgenommen worden war, wurde heute nach einer fast zehnstündigen Aussage bei der Staatsanwaltschaft dem Gericht mit dem Antrag auf Untersuchungshaft vorgeführt. Nach einer 15-minütigen Anhörung wurde Akpolat verhaftet.
Gegen Akpolat war ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, weil er eine kriminelle Vereinigung unterstützt haben soll, deren Anführer angeblich Aziz İhsan Aktaş ist. Die Staatsanwaltschaft warf Akpolat vor, zugunsten von Aktaş bei Ausschreibungen korrupt gehandelt zu haben.
Gegen den ebenfalls dem Gericht vorgeführten Aziz İhsan Aktaş wurde ebenfalls Untersuchungshaft angeordnet.
Die Aussage von Akpolat und den 47 Personen, die am vergangenen Tag (16. Januar) zur Staatsanwaltschaft gebracht worden waren, hatte fast zehn Stunden gedauert. 40 der Verdächtigen waren dem Haftrichter mit dem Antrag auf Untersuchungshaft vorgeführt worden.
Das Gericht ordnete die Verhaftung von 29 Verdächtigen an und entschied, zwei Personen unter Auflagen der richterlichen Kontrolle freizulassen.
Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Ali Mahir Başarır teilte mit, dass der Haftbefehl auf der Aussage eines anonymen Zeugen mit dem Codenamen 'Yaprak' beruhe.
CHP-MITGLIEDER PROTESTIEREN MIT 'REGIERUNG RÜCKTRITT'-RUFEN GEGEN DIE ENTSCHEIDUNG
Nachdem die Staatsanwaltschaft Akpolat und einige Mitarbeiter der Stadtverwaltung mit dem Antrag auf Untersuchungshaft dem Gericht vorgeführt hatte, hatte die CHP ihre Parteiorganisation dazu aufgerufen, sich vor dem Rathaus von Beşiktaş zu versammeln.
Ab dem Abend des 16. Januar (17. Januar) versammelten sich CHP-Mitglieder vor dem Rathaus, um gegen das Ermittlungsverfahren zu protestieren. Das Ausharren der CHP-Mitglieder vor dem Rathaus dauerte bis gegen 03:00 Uhr nachts an.
Die CHP-Mitglieder protestierten gegen die Entscheidung mit Rufen wie „Regierung Rücktritt“.

'DIESE ENTSCHEIDUNG WIRD KEINEN CHP-MITGLIEDER ZUM RÜCKZUG BEWEGEN'
Der CHP-Provinzvorsitzende von Istanbul, Özgür Çelik, kündigte an, dass sie um 8 Uhr morgens vor das Rathaus kommen würden. Çelik sprach zu der vor dem Rathaus versammelten Menge und sagte: 'Ab diesem Punkt starten wir einen großen Kampf.'
In seiner Erklärung gab der Provinzvorsitzende an, dass der CHP-Parteivorsitzende Özgür Özel und der Oberbürgermeister von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, um 8 Uhr morgens vor das Rathaus kommen würden.
Çelik beendete seine Worte mit: 'Wir sind hier. Wir stehen aufrecht. Wir werden nicht zulassen, dass irgendjemand die Rathäuser des Volkes besetzt.'

Der CHP-Provinzvorsitzende von Istanbul, Özgür Çelik, während seiner Rede vor der Stadtverwaltung Beşiktaş
ÖZELS ANSAGE: 'WIR WERDEN STANDHAFT BLEIBEN'
Özel gab über seinen X-Account eine Erklärung ab und teilte folgende Nachricht:
'Jeder soll wissen: Der Haftbefehl gegen unseren Beşiktaş-Bürgermeister Rıza Akpolat, der ohne einen einzigen Beweis und nur aufgrund der Aussage eines angeblichen anonymen Zeugen erlassen wurde, wird keinen einzigen Cumhuriyet Halk Partili zum Rückzug bewegen.
Der Schmutz, den die Besitzer dieses schmutzigen Systems und diejenigen, die den Geist der FETÖ am Leben erhalten, werfen, hat uns nie erreicht und wird uns nie erreichen. Wir werden gemeinsam mit unserem Volk standhaft bleiben und uns diesem schmutzigen System nicht beugen.
Jedes unserer Mitglieder und jeder unserer Bürger, der an die Gerechtigkeit glaubt, wird mit noch größerer Verantwortung kämpfen. Diese Regierung, die Recht und Demokratie mit Füßen tritt, wird nicht darum herumkommen, dem Willen des Volkes zu unterliegen.'
İMAMOĞLUS BOTSCHAFT: 'KEINE RETTUNG ALLEINE...'
Auch der İBB-Bürgermeister İmamoğlu reagierte über seinen X-Account auf die Entscheidung und äußerte sich wie folgt:
'Eure Komplotte werden dieses Handgelenk nicht beugen können! Ihr werdet der demokratischen Faust des Volkes nicht entkommen. Es gibt keine Rettung alleine. Entweder alle zusammen oder keiner von uns!'
Nach der Verhaftungsentscheidung wurde auch über den X-Account von Rıza Akpolat ein Beitrag veröffentlicht. In der geteilten Nachricht hieß es:
'Dieser Komplott-Prozess ist ein Rufmord. Unser Kampf für den Dienst am Volk ist nicht beendet und wird nicht enden. Die Wut der Millionen, die für Recht, Gesetz und Gerechtigkeit kämpfen, wird euer dunkles System in Schutt und Asche legen!'
Nachrichtenquelle: 12punto
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