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Bestechungsermittlungen in Antalya erreichen die Polizei: Haus für den Polizeichef, Wohnung für die Tochter, Auto für den Direktor!

Die gegen die Stadtverwaltung von Antalya geführten Bestechungsermittlungen haben nun die Provinzpolizeidirektion erreicht. Die Aussagen des Geschäftsmanns Fazlı Ateş, des Polizeidirektors 1. Klasse İlker Arslan und dessen Ehefrau Melek Arslan offenbaren Millionenzahlungen, den Erwerb von Immobilien und Fahrzeugen im Namen der Familie sowie widersprüchliche Verteidigungsstrategien.

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Bestechungsermittlungen in Antalya erreichen die Polizei: Haus für den Polizeichef, Wohnung für die Tochter, Auto für den Direktor!

Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Antalya geführten Bestechungsermittlungen behaupteten Geschäftsleute, dass ihnen durch die Vermittlung von Fazlı Ateş Erleichterungen bei städtischen Aufträgen verschafft, Abschlagszahlungen pünktlich geleistet und Strafen aufgehoben wurden. Ein Geschäftsmann gab an, in diesem Prozess insgesamt 6 Millionen 105 Tausend TL gezahlt zu haben.

Den Dokumenten zufolge wurde am 11. Oktober 2024 ein Betrag von 1 Million 871 Tausend TL und am 10. Februar 2025 ein Betrag von 2 Millionen TL mit der Begründung angefordert, dass der Polizeidirektor der Provinz, İlker Arslan, diesen benötige.

TREFFEN ZU HAUSE UND RAMADAN-BEGEGNUNGEN

Den Aussagen zufolge besuchte Fazlı Ateş häufig das Haus von İlker Arslan und übernahm sogar Reparaturarbeiten an dem Gebäude. Während des Ramadan sollen sich Arslan, der Oberbürgermeister von Antalya, Muhittin Böcek, und Ateş im Haus des Polizeidirektors getroffen und Okey gespielt haben.

WOHNUNG FÜR DIE TOCHTER, AUTO FÜR DEN DIREKTOR

Während Melek Arslan erklärte, dass sie im Stadtteil Döşemealtı eine 1+1-Wohnung auf den Namen ihrer Tochter Dilruba Hediye Arslan gekauft hätten, belegen die Dokumente, dass die Zahlungen auf Anweisung von Fazlı Ateş erfolgten.

Zudem wurde ein auf İlker Arslan zugelassenes Fahrzeug der Marke Ford Kuga, Modelljahr 2022, gefunden. Laut einem Bericht der Finanzkriminalitäts-Untersuchungsbehörde (MASAK) stellte sich heraus, dass die Zollgebühr für das Fahrzeug in Höhe von 997 Tausend TL direkt von Fazlı Ateş beglichen wurde.

VERDÄCHTIGE ÜBERWEISUNGEN IM MASAK-BERICHT

Die Finanzkriminalitäts-Untersuchungsbehörde (MASAK) stellte fest, dass von den Konten von Ateş 250 Tausend TL in bar an Arslan überwiesen wurden und zudem weitere 997 Tausend TL unter dem Verwendungszweck „Zolldienstleistungsgebühr für İlker Arslan“ gezahlt wurden.

„ES WAR EIN DARLEHEN, KEINE BESTECHUNG“

Der Schlüsselfigur der Ermittlungen, Fazlı Ateş, wies die Vorwürfe zurück und behauptete, er habe bei den von der Stadtverwaltung erhaltenen Aufträgen als Subunternehmer gearbeitet und sich Geld von Geschäftsleuten geliehen. Ateş erklärte, er sei seit 30 Jahren mit İlker Arslan befreundet und habe dessen Ehefrau Melek Arslan für kurze Zeit in seinem Unternehmen versichert gemeldet.

„ICH HABE GEHALT BEZOGEN“

Melek Arslan verteidigte sich damit, dass sie 7 bis 8 Monate im Unternehmen von Fazlı Ateş gearbeitet habe und die Zahlungen auf ihren Bankkonten ihrem Gehalt entsprächen. Sie wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sie habe nichts von den Geldforderungen an ihren Ehemann gewusst.

„ICH HABE MEIN GRUNDSTÜCK VERKAUFT“

İlker Arslan behauptete, weder er noch seine Frau hätten Bestechungsgelder angenommen. Er bestätigte die Überweisung von 250 Tausend TL aus dem MASAK-Bericht, sagte jedoch, dies sei Teil einer Vereinbarung über den Verkauf seines Grundstücks in Ankara an Fazlı Ateş für 5 Millionen TL gewesen.

Arslan behauptete, dass die Anzahlung für die Wohnung seiner Tochter sowie die Zollgebühr für sein Fahrzeug im Rahmen der Rückzahlung der aus diesem Verkauf resultierenden Schulden gedeckt worden seien. Zudem gab er an, in einer schlechten finanziellen Lage zu sein, Kredit- und Kartenschulden zu haben, und argumentierte: „Jemand, der Bestechungsgelder annimmt, kann nicht so hoch verschuldet sein.“

WIDERSPRÜCHLICHE AUSSAGEN

In den Aussagen traten bemerkenswerte Widersprüche zutage. Während Arslan angab, sein Grundstück für 5 Millionen TL verkauft zu haben, nannte Ateş zunächst 2 Millionen und später 5 Millionen TL. In den Grundbuchunterlagen konnte jedoch kein Verkauf festgestellt werden.


Nachrichtenquelle: 12punto

Antalya Bestechungsoperation