Brief der Türkei-Berichterstatter des Europäischen Parlaments an den Innenminister: Beeinträchtigt die Demokratie
Die Türkei-Berichterstatter der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates, des Europäischen Parlaments und des Ausschusses der Regionen der EU haben einen gemeinsamen Brief an den türkischen Innenminister Mustafa Çiftçi verfasst, in dem sie ihre Besorgnis über die Lage der lokalen Demokratie äußern.
Die Berichterstatter, die erklärten, die Situation in der Türkei genau zu verfolgen, schrieben: „Wir wenden uns gemeinsam an Sie, um unsere gemeinsame Besorgnis über die jüngsten Entwicklungen, die die lokale Demokratie in Ihrem Land betreffen, zum Ausdruck zu bringen und um darzulegen, wie wir mit Ihnen zusammenarbeiten können, um diese Probleme zu überwinden.“
In dem Brief wurde daran erinnert, dass die Inhaftierung von Ekrem İmamoğlu nun zwei Jahre andauert und viele weitere gewählte Amtsträger inhaftiert sind. Es hieß: „Die gegenwärtige Situation schwächt die Demokratie im Allgemeinen, indem sie das Recht der Wähler untergräbt, ihre Vertreter frei zu wählen.“
„Beeinträchtigt die lokale Demokratie negativ“
Die Berichterstatter, die daran erinnerten, dass der Bürgermeister der Stadt Istanbul und Vorsitzende des türkischen Städtebundes, Ekrem İmamoğlu, in das zweite Jahr seiner Inhaftierung geht und viele lokale gewählte Vertreter seit langem inhaftiert sind, erklärten: „Wenn die Inhaftierung gewählter Bürgermeister nicht den Bedingungen des Artikels 5 der Europäischen Menschenrechtskonvention entspricht, wird dies die lokale Demokratie negativ beeinflussen. Die gegenwärtige Situation schwächt die Demokratie im Allgemeinen, indem sie das Recht der Wähler untergräbt, ihre Vertreter frei zu wählen.“
„Wir sind bereit, Unterstützung zu leisten“
Die Berichterstatter merkten an, dass sie ihre Besorgnis über diese Themen in ihrem Dialog mit den türkischen Behörden kontinuierlich zum Ausdruck gebracht hätten und betonten: „Im Rahmen unseres Engagements für die Stärkung der lokalen Demokratie in der Türkei bekräftigen wir unsere Bereitschaft, diesen Dialog fortzusetzen, insbesondere in Bezug auf die Einhaltung der Grundprinzipien der Demokratie, der Justiz, der Menschenrechte und der Inhaftierung gewählter Vertreter. Als Mitglied des Europarates und strategischer Partner der Europäischen Union sind wir bereit, die Türkei bei der Erfüllung ihrer demokratischen Verpflichtungen zu unterstützen.“
Der Brief der Berichterstatter schloss wie folgt: „Wir glauben, dass durch die gemeinsame Bewältigung dieser anhaltenden Herausforderungen konkrete und nachhaltige Fortschritte beim Schutz demokratischer Prinzipien und Werte in der Türkei erzielt werden können; dies wäre sowohl im Interesse der türkischen Bürger als auch der breiteren europäischen Gemeinschaft. Wir erwarten, dass unsere Zusammenarbeit im Geiste der Partnerschaft und der gemeinsamen Verantwortung fortgesetzt wird.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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