Cem Küçük bestätigt: Fragen im Flugzeug werden vorab eingereicht! Auffälliger Appell an das Kommunikationspräsidium
Cem Küçük, Kolumnist der regierungsnahen Zeitung Türkiye, hat sich zu der Debatte geäußert, dass die Fragen, die AKP-Chef und Präsident Recep Tayyip Erdoğan im Flugzeug gestellt werden, vorab festgelegt werden. Er räumte ein: „Das Kommunikationspräsidium streicht Fragen, die es für unangemessen hält oder die nicht gestellt werden sollen.“ Küçük appellierte zudem an das Kommunikationspräsidium, auch „gemäßigte oppositionelle Journalisten“ in das Flugzeug einzuladen.
Die Enthüllung des Medien-Ombudsmanns Faruk Bildirici, dass ihm die Fragen, die Journalisten dem Präsidenten und AKP-Vorsitzenden Recep Tayyip Erdoğan auf dem Rückflug aus den USA stellen würden, bereits Stunden zuvor vorlagen, hat für Diskussionen gesorgt. Während die Debatte über das Thema anhält, bestätigte auch der regierungsnahe Türkiye-Kolumnist Cem Küçük den Vorwurf und räumte ein, dass das Kommunikationspräsidium Fragen, die nicht gestellt werden sollen, aussortiert.
„ICH VERSTEHE NICHT, WARUM DAS SO GEMACHT WIRD“
Cem Küçük sagte: „Die Opposition sagt das eine, die Regierungsanhänger das andere. Was ist also die Wahrheit?“ und äußerte sich wie folgt:
„Das Kommunikationspräsidium nimmt von jedem Journalisten im Flugzeug die Fragen entgegen, die sie stellen wollen. Ja, es wird darauf geachtet, dass es nicht dieselben Fragen sind. Aber das Kommunikationspräsidium streicht Fragen, die es für unangemessen hält oder die nicht gestellt werden sollen. Ich verstehe nicht, warum eine solche Praxis angewandt wird...
Eigentlich ist das eine falsche Praxis. Präsident Erdoğan hat sich in den schwierigsten Zeiten durch den Kampf gegen Schlagzeilen nach oben gearbeitet. Die Medien waren immer oppositionell. Jetzt ist die Mehrheit der Medien regierungsnah. Was für kritische Fragen könnten die Journalisten im Flugzeug überhaupt stellen!..“
„ERDOĞAN WEICHT SCHWIERIGEN FRAGEN NICHT AUS“
Küçük betonte, dass Erdoğan schwierigen Fragen nicht ausweiche und erklärte: „Und er beantwortet jede Frage kompetent. Erinnern Sie sich daran, welche schwierigen Fragen internationale Journalisten Erdoğan gestellt haben. Was ist passiert? Erdoğan hat sie alle in ihre Schranken gewiesen. FETÖ-nahe Journalisten stellten während des 17./25. Dezembers Fragen. Erdoğan hat sie alle in den Schatten gestellt. Das heißt, für Präsident Erdoğan gibt es so etwas wie eine schwierige Frage nicht.“
AUFRUF AN DAS KOMMUNIKATIONSPRÄSIDIUM: 'GEMÄSSIGTE OPPOSITIONELLE' SOLLTEN MITFLIEGEN
Cem Küçük ging auch auf die Auswahl der Journalisten ein, die in Erdoğans Flugzeug mitreisen dürfen. Er machte den Vorschlag: „An Stelle des Kommunikationspräsidiums würde ich auch gemäßigte oppositionelle Journalisten in das Flugzeug einladen. Wenn es eine Normalisierung geben soll, ist das wichtig. Auch sie sollten Fragen stellen können.“ Zudem schrieb er: „Auch Özgür Özel sollte regierungsnahe Journalisten zu seinen Besuchen einladen. Vielleicht könnte die politische Polarisierung dadurch abnehmen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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