'Chiquita'-Bananenkonzern hat paramilitärische Gruppe unterstützt
Ein US-Gericht hat den Bananenkonzern Chiquita dazu verurteilt, 38,3 Millionen Dollar Entschädigung an die Familien von acht Personen zu zahlen, die von den Vereinigten Selbstverteidigungskräften Kolumbiens ermordet wurden.
Ein US-Gericht hat den weltbekannten Chiquita Bananenkonzern für schuldig befunden, die paramilitärische Gruppe namens Vereinigte Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens (AUC) finanziell unterstützt zu haben. Am Montag entschied die Jury, dass Chiquita die von den USA als Terrororganisation eingestuften Vereinigten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens Kräfte (AUC) paramilitärische Gruppe finanziert hat.
Wie BBC Türkçe berichtet, entschied die Jury, dass Chiquita 38,3 Millionen Dollar Entschädigung an die Familien von acht durch die AUC getöteten Personen zahlen muss. Unter den Opfern befinden sich Gewerkschafter und Bananenarbeiter. Chiquita hingegen kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass die Ereignisse in Kolumbien zwar für viele Menschen, insbesondere für die direkt von der Gewalt Betroffenen, tragisch seien, die Vorwürfe jedoch keine rechtliche Grundlage hätten.
In einem anderen Gerichtsverfahren im Jahr 2007 hatte das Unternehmen bereits eingeräumt, zwischen 1997 und 2004 Zahlungen in Höhe von 1,7 Millionen Dollar an die AUC geleistet zu haben. Damals gaben sie an, das Geld aufgrund von Drohungen des damaligen AUC-Anführers Carlos Castaño überwiesen zu haben, wonach das Unternehmen und seine Mitarbeiter bei Nichtzahlung zu Schaden kommen würden. Die Anwälte des Konzerns argumentierten, dass ihre Mandanten keine andere Wahl gehabt hätten, als diese Zahlungen zu leisten, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten.
Die Kläger hingegen nutzten dieses Geständnis von Chiquita als Grundlage für die Behauptung, dass das Unternehmen „die AUC zogen vor Gericht, mit der Begründung, dass das Unternehmen 2 Millionen Dollar an die Organisation gezahlt habe, obwohl es wusste, dass diese an terroristischen Aktivitäten beteiligt war. Gleichzeitig behaupteten sie, dass das Unternehmen mit den AUC kollaboriert habe. Die AUCwerden für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen in den 1990er Jahren verantwortlich gemacht, darunter die Ermordung von Personen, denen Verbindungen zu linken Rebellen nachgesagt wurden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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