CHP-Abgeordneter kritisiert Minister Yusuf Tekin: 'Die Zukunft einer Generation verdunkelt sich'
Der CHP-Abgeordnete für Edirne, Ahmet Baran Yazgan, richtete Fragen an Bildungsminister Yusuf Tekin: "Wie viele Kinder im schulpflichtigen Alter besuchen keine Schule?"
Hunderttausende Kinder, die trotz Schulpflicht aus dem Bildungssystem ausgeschlossen sind, wurden auf die Tagesordnung des Parlaments gesetzt. Der CHP-Abgeordnete für Edirne, Ahmet Baran Yazgan, richtete scharfe Fragen an Bildungsminister Yusuf Tekin: "Wie viele Kinder im schulpflichtigen Alter besuchen keine Schule?"
Die sich verschärfende Wirtschaftskrise und soziale Brüche in der Türkei haben auch im Bildungssystem zu einer riesigen Lücke geführt. Der CHP-Abgeordnete für Edirne, Ahmet Baran Yazgan, widmete seine 100. parlamentarische Anfrage in der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) den Kindern, denen ihre grundlegendsten Rechte entzogen wurden und die trotz des Schulgongs keine Schule von innen sehen.
"DIE VERFASSUNG WIRD GEBROCHEN, KINDER IM GRUNDSCHULALTER BRECHEN DIE SCHULE AB"
Yazgan erklärte, dass die Chancengleichheit in der Bildung völlig verschwunden sei und die Daten aus der Praxis Alarm schlagen würden. Unter Verweis auf Artikel 42 der Verfassung übte er scharfe Kritik an der Regierung. Der CHP-Abgeordnete betonte, man stehe am Rande eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs und äußerte sich wie folgt:
"Die Grundschulbildung ist für alle unsere Bürger, Mädchen wie Jungen, obligatorisch. Dass jedoch selbst unsere Kinder im Grundschulalter die Schulbänke verlassen oder gar nicht erst in das Bildungssystem eintreten können, bedeutet, dass die Zukunft einer ganzen Generation verdunkelt wird. Wirtschaftliche Not, Kinderarbeit und soziale Ausgrenzung haben das Bildungssystem getroffen."
"BEHÖRDENLEITER UND FAMILIEN SIND FÜR DIESES BILD VERANTWORTLICH"
Unter Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen erinnerte Yazgan daran, dass gemäß dem Grundschul- und Bildungsgesetz Nr. 222 nicht nur die Familien, sondern auch die lokalen Verwaltungsbehörden und die Bildungsaufsichtsmechanismen gesetzlich für den Schulbesuch der Kinder verantwortlich sind. Yazgan plädierte für eine dringende Aktivierung sozialer Unterstützungsnetzwerke und rief zur frühzeitigen Identifizierung gefährdeter Kinder auf.
"FRAGEN AN MINISTER YUSUF TEKIN"
Yazgan klopfte bei Bildungsminister Yusuf Tekin an und forderte offizielle Antworten auf die folgenden entscheidenden Fragen:
•Wie hoch ist die Zahl der Kinder in der gesamten Türkei, die trotz Schulpflicht in keiner formalen Bildungseinrichtung registriert sind?
•Wie verteilen sich diese Kinder, die keine Schule besuchen, nach Städten und Geschlecht?
•Was sind die Hauptgründe dafür, dass unsere Kinder außerhalb des Schulsystems bleiben? Wie stark wirken sich Kinderarbeit und saisonale Landarbeit auf dieses Bild aus?
•Welche Anstrengungen werden unternommen, um Kinder zu finden, die noch nie einen Schritt in das Bildungssystem gemacht haben?
•Welche strafrechtlichen Sanktionen werden gegen Eltern verhängt, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken, und welche Projekte werden durchgeführt, um die Kinder zurückzugewinnen?
Nachrichtenquelle: 12punto
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