Das jüngste Erdbeben hat die Entscheidung der Arbeitnehmer verändert: 17 Prozent haben kein Vertrauen
Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2 mit Epizentrum in Silivri im April lieferte eine Umfrage unter Arbeitnehmern, die in Istanbul und Umgebung wohnen, beeindruckende Ergebnisse.
Den Umfrageergebnissen zufolge erwägen 35 Prozent der Arbeitnehmer in der Marmara-Region aufgrund des Erdbebens einen Umzug. Kariyer.net hat in einer Studie mit über 1500 Arbeitnehmern, die in Istanbul und Umgebung wohnen, aufgezeigt, dass ein erheblicher Teil der Beschäftigten in der Marmara-Region plant, aufgrund der Erdbebenangst umzuziehen.
Die Untersuchung ergab, dass 57 Prozent der Arbeitnehmer nach dem Erdbeben verunsichert sind, während sich nur 7 Prozent sicher fühlen.
Der Studie zufolge sind etwa 80 Prozent der Arbeitnehmer in der Marmara-Region aufgrund des Erdbebens besorgt. Während 82 Prozent der Befragten angaben, ständig am Arbeitsplatz zu arbeiten, äußerten mehr als 70 Prozent, dass sie ein hybrides Arbeitsmodell bevorzugen.
Der Anteil derjenigen, die aufgrund der Erdbebenangst einen Umzug in Erwägung ziehen, liegt bei 35 Prozent, während etwa 33 Prozent derjenigen, die nicht an einen Umzug denken, angaben, dass sie der Infrastruktur ihrer Region und ihrer Gebäude vertrauen. Die Kombination aus Lebenshaltungskosten und Erdbebenrisiko in Istanbul erhöht die Bedeutung der Fernarbeit für die Arbeitnehmer.
WENIG VERTRAUEN IN DIE ERDBEBENSICHERHEIT
Während 38 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, dass ihre Arbeitsplätze erdbebensicher sind, gaben 17 Prozent an, dass ihr Arbeitsplatz nicht widerstandsfähig sei, und fast 40 Prozent äußerten sich unsicher.
Der Anteil derjenigen, die die nach dem Erdbeben von den Unternehmen ergriffenen Maßnahmen als unzureichend empfinden, übersteigt 55 Prozent, wobei die meisten dieser Teilnehmer erklärten, dass die Lösungen nicht nachhaltig seien.
Katastrophenschutzschulungen oder Seminare gehörten zu den am häufigsten geforderten Maßnahmen der Arbeitnehmer. 76 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass vor dem Erdbeben keine Schulungen oder Seminare angeboten wurden, 60 Prozent äußerten den Bedarf an solchen Schulungen und mehr als 65 Prozent berichteten, dass es in ihrem Unternehmen keinen Katastrophenplan gebe.
Nachrichtenquelle: AA
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