Der 16-jährige Abdulbaki wurde durch Messerstiche aus dem Leben gerissen: Morddrohungen gegen die trauernde Familie
Im Istanbuler Stadtteil Büyükçekmece wurde der 16-jährige Abdulbaki Demirel von Gleichaltrigen angegriffen, die von ihm Zigaretten und Geld forderten. Er erlag seinen Verletzungen, nachdem er 17 Messerstiche erlitten hatte. Nach der Festnahme der beiden Tatverdächtigen wurde bekannt, dass die trauernde Familie nun Morddrohungen erhält.
Ein brutales Verbrechen im Istanbuler Stadtteil Büyükçekmece hat eine Familie in tiefe Trauer gestürzt. Bei dem Vorfall, der sich am Sonntag, dem 10. Mai, im Viertel Muratçeşme ereignete, wurden der 16-jährige Abdulbaki Demirel und sein Freund S.I. von Gleichaltrigen mit Messern angegriffen.
Den Angaben zufolge forderten E.B. (16) und M.A.D. (17) von Abdulbaki Demirel und seinem Freund S.I. Zigaretten und Geld. Nachdem Abdulbaki erklärte, dass er nicht rauche und kein Geld bei sich habe, entwickelte sich ein Streit, der schnell in eine körperliche Auseinandersetzung mündete.
ER WURDE GETÖTET, ALS ER VERSUCHTE, SEINEN FREUND ZU SCHÜTZEN
Nach Informationen der Familie griffen die Täter die beiden Jugendlichen unter dem Vorwand einer früheren Feindseligkeit mit S.I. an.
Es wird berichtet, dass Abdulbaki Demirel von den Tatverdächtigen verfolgt wurde, während er versuchte, seinen Freund zu schützen und vom Tatort wegzubringen. Der junge Junge erlitt insgesamt 17 Messerstiche in lebenswichtige Körperregionen.
Der schwer verletzte Abdulbaki Demirel und S.I. wurden nach einer ersten medizinischen Versorgung durch Rettungskräfte vor Ort in ein Krankenhaus gebracht. Trotz aller Bemühungen der Ärzte verstarb Abdulbaki Demirel. Die Behandlung des verletzten Freundes dauert an.
TATVERDÄCHTIGE MIT TATWAFFE GEFASST
Die nach der Tat geflüchteten E.B. und M.A.D. wurden kurz darauf von Polizeikräften zusammen mit der Tatwaffe festgenommen.
Die beiden in Gewahrsam genommenen Verdächtigen wurden nach ihrer polizeilichen Vernehmung dem Gericht vorgeführt. Die Verdächtigen wurden vom zuständigen Gericht in Untersuchungshaft genommen und in ein Gefängnis überstellt.
Der verstorbene Abdulbaki Demirel wurde auf dem neuen Friedhof in Güzelce beigesetzt.
AUFRUF ZUR „GERECHTIGKEIT“ DURCH DEN TRAUERNDEN VATER
Der Vater Cevdet Demirel, der seinen Sohn zu Grabe trug, forderte, dass die Täter die höchstmögliche Strafe erhalten.
Demirel argumentierte, dass die geltenden gesetzlichen Regelungen unzureichend seien und die Angreifer nicht nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß kommen dürften. Vater Demirel forderte zudem, dass auch die Eltern der straffälligen Jugendlichen wegen Vernachlässigung zur Verantwortung gezogen werden sollten.
Der trauernde Vater erklärte, dass von der Gegenseite keine Entschuldigung gekommen sei, und betonte, dass digitale Inhalte und Plattformen, die Jugendliche zur Gewalt anstiften, kontrolliert werden müssten.
MORDDROHUNGEN GEGEN DIE FAMILIE
Nach dem Mord wurde bekannt, dass die Familie Drohnachrichten erhält.
Vater Cevdet Demirel gab bekannt, dass sie nach der Inhaftierung der Verdächtigen telefonische Morddrohungen erhalten hätten.
In den an die Familie gesendeten Nachrichten hieß es: „Wenn du deine Anzeige nicht zurückziehst, bringen wir dich um.“
Die Familie Demirel erklärte, dass sie trotz aller Drohungen den juristischen Prozess bis zum Ende verfolgen und keinen Schritt zurückweichen werde.
„BANDENBILDUNG UND DROGENABHÄNGIGKEIT“
Auch Muhammed Demirel, der ältere Bruder von Abdulbaki Demirel, machte in einer Stellungnahme nach dem Vorfall auf die zunehmende Gewalt auf der Straße in der Türkei aufmerksam.
Demirel sagte, dass die Überlebenschancen seines Bruders durch die 17 Messerstiche bewusst zunichtegemacht wurden, und argumentierte, dass das Tragen von Messern und Waffen in jungen Jahren mit Bandenbildung und Drogenabhängigkeit zusammenhänge.
Die Familie, die vermutet, dass die Täter Straftaten in dem Vertrauen auf Strafmilderungen begehen, forderte, dass staatliche Institutionen härtere Maßnahmen gegen junge Straftäter ergreifen sollten, die nach dem Motto „Ich bin noch minderjährig, ich sitze kurz und komme wieder raus“ handeln.
Nachrichtenquelle: 12punto
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