Details zum Rahmen-Gesetz im zweiten Öffnungsprozess bekannt: Hier sind die wichtigsten Punkte
Details zu dem geplanten Rahmen-Gesetz im Rahmen des als „Terrorfreies Türkiye“ bezeichneten zweiten Öffnungsprozesses sind bekannt geworden. Es ist vorgesehen, dass die Umsetzung der Regelung an die Bedingung geknüpft wird, dass Sicherheitsbehörden die Waffenabgabe der Terrororganisation PKK bestätigen. Zudem stehen neue Regelungen zu gerichtlicher Kontrolle und effektiver Reue auf der Agenda.
Im zweiten Öffnungsprozess, der von MHP-Chef Devlet Bahçeli initiiert wurde und von der Regierung als „Terrorfreies Türkiye“ bezeichnet wird – unter Einbeziehung der DEM-Partei und des Anführers der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan –, richten sich alle Augen auf die gesetzlichen Regelungen.
Wie NTV berichtet, ist geplant, das Rahmen-Gesetz noch vor der Sommerpause zu verabschieden, wobei die Inkraftsetzung der Maßnahmen an die Erfüllung bestimmter Bedingungen geknüpft sein soll.
UMSETZUNG HÄNGT VON DER BEWERTUNG DER SICHERHEITSBEHÖRDEN AB
Dem erstellten Fahrplan zufolge wird das Rahmen-Gesetz zwar vom Parlament verabschiedet, der Umsetzungsprozess soll jedoch erst beginnen, nachdem die Entwicklungen vor Ort vom Nationalen Nachrichtendienst (MİT) und den Türkischen Streitkräften (TSK) bewertet wurden.
Nach dieser Phase wird erwartet, dass der Nationale Sicherheitsrat (MGK) eine Bestätigung in dem Sinne abgibt, dass „die PKK aufgelöst und die Waffen niedergelegt wurden.“ Im letzten Schritt des Prozesses soll ein Präsidialdekret veröffentlicht werden.
PERSONEN MIT VERSCHÄRFTER LEBENSLANGER HAFT AUSGENOMMEN
Es wird erklärt, dass in der Regelung keine Sonderbestimmungen für den Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, oder die sogenannte Führungsebene der Organisation vorgesehen sind. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Personen, die zu einer verschärften lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurden, nicht von der Regelung profitieren können.
Es wird erwogen, dass Mitglieder der Terrororganisation, die in die Türkei zurückkehren möchten, straffrei bleiben könnten, sofern sie im Rahmen ihrer Aktivitäten für die Organisation an keinem Verbrechen beteiligt waren und von den Bestimmungen zur effektiven Reue im türkischen Strafgesetzbuch Gebrauch machen.
EINSCHRÄNKUNGEN BEI GERICHTLICHER KONTROLLE UND ÖFFENTLICHEM DIENST
Die Akten von Mitgliedern der Terrororganisation, gegen die Vorwürfe erhoben wurden, werden von den Gerichten einzeln geprüft. Es ist geplant, dass Terroristen, die in die Türkei zurückkehren, für einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren gerichtlichen Kontrollmaßnahmen unterstellt werden.
In der ausgearbeiteten Regelung wird zudem erwartet, dass Bestimmungen enthalten sind, wonach diese Personen während der Dauer der gerichtlichen Kontrolle in keiner öffentlichen Einrichtung tätig sein und keine politische Tätigkeit ausüben dürfen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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