Devlet Bahçelis Vorwurf wegen 'Püskevit': 'Die Toren, die diese Rede damals nicht verstanden haben...'
MHP-Chef Devlet Bahçeli sprach bei der Fraktionssitzung seiner Partei im türkischen Parlament. Er übermittelte eine Ramadan-Botschaft und äußerte sich kritisch zu einer früheren Erklärung. Bahçeli sagte: "Ich hatte in der Mundart meiner Heimat Gavurdağı gesagt: 'Wo ist mein Püskevit (Keks), meine Schokolade'. Die Toren, die diese Rede damals nicht verstanden haben, nahmen das Wort 'Püskevit' wochenlang spöttisch in den Mund. Es ist sehr traurig, dass selbst unsere Freunde die Tiefe dieses Aufrufs nicht erkannt haben."
Die wöchentliche Fraktionssitzung der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) im türkischen Parlament hat begonnen.
Unser Vorsitzender, Herr Devlet BAHÇELİ, spricht bei der Fraktionssitzung https://t.co/u9MnXHdHbt
— MHP (@MHP_Bilgi) 17. Februar 2026
MHP-Vorsitzender Devlet Bahçeli äußerte sich zu aktuellen Themen.
Die wichtigsten Punkte aus Bahçelis Rede:
'RAMADAN'-BOTSCHAFT
"So Gott will, werden wir am kommenden Donnerstag den ersten Tag des gesegneten Ramadan begehen. Mein Gebet in diesem heiligen Monat ist, dass kranke Herzen Heilung finden, Bedrängte Linderung erfahren und Verschuldete ihre Lasten begleichen können. Dieser Monat ist der Monat, in dem unser erhabenes Buch, der Koran, herabgesandt wurde. Während anlässlich des Ramadan die Tore des Paradieses weit geöffnet werden, werden die Tore der Hölle verschlossen und die Teufel in Ketten gelegt. In einer Zeit, in der sich die Plagen, denen die Menschheit ausgesetzt ist, immer weiter ausbreiten, brauchen wir dringend Selbstbeherrschung, Herzensreinheit, Gewissensreflexion und inneren Frieden. Dieser Bedarf wird von Tag zu Tag dringender. Leider befindet sich die Menschheit inmitten eines gefährlichen Strudels, im Brennpunkt eines komplexen Rätsels, dessen Lösung immer schwieriger wird. Auf der einen Seite gibt es blutige Konflikte, endlose Auseinandersetzungen, Bürgerkriege, Machtkämpfe, instabile Regionen, polarisierte Länder, wirtschaftliche Schwierigkeiten sowie die dunkle Seite von Unterdrückung und Ungerechtigkeit; auf der anderen Seite stehen die Schreie der Unterdrückten, das Seufzen der Bedürftigen und das ständig geschürte Leid der Unschuldigen."
REAKTION AUF ISRAEL
Sehen Sie, in Gaza wurde das schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit des letzten Jahrhunderts begangen. Aus irgendeinem Grund wurden die Schreie von Säuglingen, von Kindern, die in das Mahlwerk des Völkermords geraten sind, von Frauen, die in Konzentrationslagern langsam dem Tod überlassen werden, von alten Menschen – kurzum, von einer unschuldigen und sündenlosen Zivilbevölkerung – nicht ausreichend gehört und es wurde nicht genügend Sensibilität gezeigt. Der überhebliche und völkermörderische israelische Premierminister und seine Regierung haben nicht nur keinerlei Reue gezeigt, sondern setzen ihre Menschenrechtsverletzungen sowie die Missachtung von Gerechtigkeit und Recht mit Gewalt fort. Wenn man an Ramadan denkt, kommen einem Geduld, Mitgefühl, Aufrichtigkeit, Großzügigkeit, Barmherzigkeit, Gebet, Toleranz, das Speisen der Hungrigen und die Hilfe für die Bedürftigen in den Sinn. Doch unseren palästinensischen Brüdern werden diese menschlichen und moralischen Tugenden verwehrt und es wird vorsätzlich weggeschaut.
Der überhebliche und völkermörderische israelische Premierminister und seine Regierung haben ihre Menschenrechtsverletzungen mit Gewalt fortgesetzt. Die jüngste Entscheidung zur Landnahme im Westjordanland ist ebenso ein Verstoß gegen das Völkerrecht wie eine Bestätigung dafür, dass der andauernde Völkermord über verschiedene Kanäle vorangetrieben wird.
'PÜSKEVIT'-VORWURF
Erinnern Sie sich: Vor Jahren wollte ich in einer Rede die Stimme der unschuldigen Kinder meines Landes sein, die ihren Eltern in die Augen schauen.
Ich wollte ihre Entbehrungen tief im Herzen spüren und die Sprache ihrer sehnsüchtigen Seelen sein. Und in der Mundart meiner Heimat Gavurdağı sagte ich: 'Wo ist mein Püskevit (Keks), meine Schokolade'. Mit den Worten des Dichters wollte ich derjenige sein, der den Hilflosen und Einsamen sagt: 'Kommt her'.
Die Toren, die diese Rede damals nicht verstanden haben, nahmen das Wort 'Püskevit' wochenlang spöttisch in den Mund.
Und leider, es ist traurig, haben selbst unsere Freunde die Tiefe dieses Aufrufs nicht erkannt. Sei es drum. Fehler sind menschlich.
MÜNCHNER KONFERENZ
Die 62. Sicherheitskonferenz, die vom 13. bis 15. Februar 2026 in München stattfand, war von intensiven Diskussionen über den Zerfallsprozess der internationalen Ordnung geprägt. Die besagte Konferenz, die unter dem Motto 'Unter dem Zerfall' stand, wurde fast zu einer Bühne für die Verkündung des Offensichtlichen. Auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, das vom 19. bis 23. Januar 2026 stattfand, gab es ähnliche Diskussionen. Es ist klar, was zerfällt, und es ist klar, wer es zerstört. Doch was aufgebaut werden soll, wie und wann es aufgebaut werden soll, ist in den Tiefen der Ungewissheit und Unwissenheit versunken."
Nachrichtenquelle: 12punto
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