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Die harte Auswirkung des Mobilzeitalters auf Festnetztelefone: 4 Millionen Abonnenten verabschiedeten sich in fünf Jahren

Die neuesten Daten der BTK verdeutlichen den drastischen Wandel der Kommunikationsgewohnheiten in der Türkei. Während die Zahl der Festnetzanschlüsse im Zeitraum 2020-2025 um 4 Millionen zurückging, nähert sich die Zahl der Mobilfunkabonnenten der 100-Millionen-Grenze. Die Glasfaserinfrastruktur wurde mit einem Rekordwachstum von 60 Prozent zum neuen Motor der Digitalisierung.

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Die harte Auswirkung des Mobilzeitalters auf Festnetztelefone: 4 Millionen Abonnenten verabschiedeten sich in fünf Jahren

Festnetztelefone, die einst für Haushalte und Unternehmen unverzichtbare Kommunikationsmittel waren, erleben mit der rasanten Verbreitung mobiler Technologien einen historischen Rückgang. Die von der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) veröffentlichten Statistiken für den Zeitraum 2020-2025 belegen, dass die traditionelle Telefonie vollständig durch Mobilfunk und Breitbandinternet ersetzt wurde.

Den Daten zufolge sank die Zahl der Festnetzanschlüsse von 12 Millionen 448 Tausend im Jahr 2020 innerhalb von nur fünf Jahren auf 8 Millionen 390 Tausend. Dieses Bild zeigt, dass jedes Jahr durchschnittlich 800 Tausend Abonnenten ihre Festnetzanschlüsse gekündigt haben.

ISTANBUL FÜHREND BEI FESTNETZ, TUNCELI AN LETZTER STELLE

Die türkische Megacity Istanbul liegt mit 2 Millionen 57 Tausend 335 Abonnenten zwar weiterhin an erster Stelle bei der Festnetznutzung, verzeichnete jedoch im Vergleich zu den 3 Millionen 147 Tausend Abonnenten im Jahr 2020 einen erheblichen Verlust. Am Ende der Liste steht Tunceli mit 7 Tausend 246 Abonnenten. Auf Tunceli folgt Ardahan mit 9 Tausend 90 Abonnenten. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass das Festnetz in Provinzen mit geringer ansässiger Bevölkerung nahezu vollständig von der Bildfläche verschwunden ist.

MOBILFUNKABONNENTENZAHL AN DER 100-MILLIONEN-SCHWELLE

Im Gegensatz zum Rückgang bei den Festnetzanschlüssen erlebt die Welt der mobilen Kommunikation ihre Blütezeit. Die Zahl der Mobilfunkabonnements in der gesamten Türkei ist in den letzten fünf Jahren um 21 Prozent auf 99,7 Millionen gestiegen. Bei der Wachstumsrate der Mobilfunkabonnenten fielen Istanbul mit 23 Prozent, Ankara mit 29 Prozent und Izmir mit 21 Prozent auf. Die Nutzung von Mobilgeräten pro Kopf hat das Tempo der digitalen Transformation der Türkei bestätigt.

DIE NEUEN ADERN DER DIGITALISIERUNG: GLASFASER UND BREITBAND

Der größte Sprung im Kommunikationssektor fand beim Breitbandinternet und der Glasfaserinfrastruktur statt. Die Zahl der Breitbandinternetabonnements in der Türkei stieg um 18 Prozent auf 97,4 Millionen. 76,4 Millionen dieser Abonnenten verbinden sich über mobiles Breitband mit der Welt.

Auf der Infrastrukturseite stieg die Länge der Glasfaserkabel, die als "Internet-Autobahnen" bezeichnet werden, um 60 Prozent auf 681 Tausend Kilometer. Während Istanbul, Ankara, Izmir, Antalya und Bursa die Zentren der Glasfaserinvestitionen wurden, festigte Istanbul seine Führungsposition in diesem Bereich durch den Ausbau seiner Glasfaserinfrastruktur um 80 Prozent. Branchenvertreter betonen, dass der Verlust beim Festnetz eigentlich kein Verlust an Kommunikation sei, sondern eine Entwicklung der Technologie von der kabelgebundenen Leitung hin zu Glasfaser- und Mobilfunkgeschwindigkeiten.



Nachrichtenquelle: 12punto