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Die Methoden der Betrüger nehmen kein Ende: Auch Familienmitglieder sind in Gefahr

Betrüger nehmen Bürger nun mit der Nachricht ins Visier, dass „ein Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs gegen Sie eingeleitet wurde“. Mit gefälschten Anwaltsnamen, Drohungen mit rechtlichen Schritten und manipulierten Dokumenten versuchen sie, Menschen zu betrügen. Hier ist die unfassbare neue Betrugsmasche...

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Die Methoden der Betrüger nehmen kein Ende: Auch Familienmitglieder sind in Gefahr

In der Türkei verbreitet sich eine neue Betrugsmethode. Wie der Kolumnist der Zeitung Cumhuriyet, Barış Pehlivan, berichtet, beginnt die Falle mit Nachrichten auf den Mobiltelefonen der Bürger, in denen es heißt: „Ihr Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs wird in Kürze bearbeitet.“ Die Nachrichten werden unter der Überschrift „Warnung vor rechtlichen Schritten“ versendet.

Die Betrüger nennen in diesen Nachrichten den Namen eines angeblichen Anwalts namens „Av. Ayhan Kadir Sönmez“ und fordern die Betroffenen auf, für eine „Einigung“ Kontakt aufzunehmen.

DROHUNG MIT ANKLAGE, VERSPRECHEN DER RETTUNG DURCH EINIGUNG

In den Nachrichten wird behauptet, dass die Anklage wegen sexuellen Missbrauchs aktenkundig sei und der Einigungsprozess kurz vor dem Abschluss stehe. Unmittelbar danach senden die Betrüger laut Berichten eine Nachricht mit dem Wortlaut: „Falls Sie einen Einigungswunsch haben, können Sie sich über WhatsApp mit RA Ayhan Kadir Sönmez in Verbindung setzen.“

Die Nachrichten enden mit Formulierungen wie „für bereits bearbeitete Akten gibt es kein Recht auf Einigung mehr“. Auf diese Weise wird bei den Personen Panik geschürt, um sie zur Kontaktaufnahme zu bewegen.

NACH DEN NACHRICHTEN FOLGEN TELEFONANRUFE

Nach den gefälschten Nachrichten greifen die Betrüger zum Telefon. Sie geben sich als Staatsanwälte, Polizisten oder Anwälte aus und beginnen einen Prozess der verbalen Drohung und Überredung. Anschließend fordern sie unter dem Vorwand einer Einigung Geld. Es wird behauptet, dass das Geld an das Opfer weitergeleitet werde und der Fall damit abgeschlossen sei.

AUCH FAMILIENMITGLIEDER SIND ZIELPERSONEN

Wie Barış Pehlivan berichtet, beschränkt sich die Falle nicht nur auf Nachrichten und Telefonanrufe. Wenn die Person dem Betrug widersteht oder ihn für unglaubwürdig hält, wenden sie sich an deren Familie. Ehepartner, Geschwister, Kinder und sogar Schwiegermütter werden angerufen. Die Betrüger üben Druck auf die Familienmitglieder aus, indem sie sagen: „Er hört auf Sie, reden Sie mit ihm, damit er nicht in Schwierigkeiten gerät.“

In einigen Fällen werden sogar gefälschte Dokumente der Staatsanwaltschaft erstellt und an Familienmitglieder geschickt. Die Betrüger geben vor, alle rechtlichen Wege zu nutzen, um ein Gefühl von Realität zu erzeugen.

SEXUELLER MISSBRAUCH IST NICHT EINIGUNGSFÄHIG

Es gibt wichtige rechtliche Fakten, die belegen, dass diese Nachrichten gefälscht sind. Erstens ist das Delikt des sexuellen Missbrauchs nicht Gegenstand eines Einigungsverfahrens. Zudem findet sich ein Anwalt namens „Av. Ayhan Kadir Sönmez“ nicht in den Registern der türkischen Anwaltskammer (Türkiye Barolar Birliği).

Barış Pehlivan wies zudem darauf hin, dass die Texte gravierende Rechtschreibfehler, Begriffe ohne rechtliche Grundlage und grammatikalische Mängel aufweisen.

Ein weiterer auffälliger Aspekt des Betrugs ist, dass in verschiedenen Provinzen bei unterschiedlichen Personen derselbe Name des „Opfers“ verwendet wird. Dies zeigt, dass die Betrüger ein und dasselbe Szenario gegen Dutzende oder gar Hunderte von Menschen einsetzen.


Nachrichtenquelle: 12punto

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