Diese Woche im türkischen Parlament: Obergrenze für überhöhte Wohnungsgebühren, Kommission zu Schulangriffen tritt zusammen
In der Großen Nationalversammlung der Türkei stehen Maßnahmen gegen willkürliche Erhöhungen der Wohnungsgebühren sowie zusätzlicher Schutz für die Opfer des Erdbebens vom 6. Februar im Mittelpunkt. Zudem wird die Kommission zur Untersuchung der Schulangriffe in Şanlıurfa und Kahramanmaraş zu ihrer ersten Sitzung zusammenkommen.
Ein kritischer Gesetzesentwurf, der die Bewohner von Wohnanlagen direkt betrifft, steht auf der Tagesordnung des Parlamentsplenums.
Es werden Regelungen zur Änderung des Grundbuchgesetzes und verschiedener anderer Gesetze erörtert. Mit diesem Gesetzesvorschlag soll die Befugnis der Wohnungs- und Anlagenverwaltungen zur Festlegung von Gebührenerhöhungen begrenzt werden. Ziel ist es, ungeplante und überhöhte Erhöhungen der Wohnungsgebühren zu verhindern. Künftig müssen alle Ausgaben in Wohnanlagen der Zustimmung der Wohnungseigentümer vorgelegt werden. Sollte kein offiziell verabschiedetes Budget für die Wohnanlage vorliegen, dürfen Gebührenerhöhungen nur noch auf Basis der Neubewertungsrate vorgenommen werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Regelung, dass Zuschüsse und Kreditunterstützungen für Bürger in den von den Erdbeben am 6. Februar betroffenen Provinzen nicht gepfändet werden dürfen. Mit diesem Schritt sollen Erdbebenopfer besser vor Banken und Vollstreckungsmaßnahmen geschützt werden. Um zudem die Sicherheit bei Bauprozessen zu erhöhen, ist eine Geldstrafe von 500.000 Lira für Personen und Institutionen geplant, die Transportbeton an Gebäude ohne Baugenehmigung oder Erlaubnis liefern.
KOMMISSION ZU SCHULANGRIFFEN TRITT DIESE WOCHE ZUSAMMEN
Die Schulangriffe in Şanlıurfa und Kahramanmaraş, die in der Öffentlichkeit für großes Aufsehen gesorgt haben, stehen ebenfalls auf dem Arbeitsprogramm des Parlaments für diese Woche. Die in diesem Zusammenhang eingerichtete Untersuchungskommission wird zum ersten Mal zusammenkommen. Bei der ersten Sitzung werden der Vorsitzende und die Mitglieder der Kommission gewählt; anschließend wird festgelegt, welche Personen und Institutionen angehört werden sollen. Die Kommission wird aus 22 Mitgliedern bestehen und sich detailliert mit den Risiken für Jugendliche befassen, einschließlich der Gefahren, denen Kinder im digitalen Umfeld begegnen können. Mit einem umfassenden Bericht sollen präventive Maßnahmen und Lösungsvorschläge unterbreitet werden.
Unterdessen finden diese Woche auch die Fraktionssitzungen der im Parlament vertretenen politischen Parteien statt. Der AKP-Vorsitzende und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wird am Mittwoch auf der AKP-Fraktionssitzung sprechen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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