Diyanet-Stellungnahme zu Hadsch-Gebühren: Behauptungen sind unbegründet
Das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet) gab bekannt, dass die Gebühren für die Hadsch-Organisation vom Interministeriellen Hadsch- und Umra-Ausschuss festgelegt werden und dass die von privaten Unternehmen genannten Preise nicht der Realität entsprechen. Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach Diyanet-Beschwerden zur Abschiebung von Hadsch-Anwärtern sowie zu Strafen und Inhaftierungen in Saudi-Arabien geführt hätten.
Das Präsidium für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet) hat auf die Diskussionen bezüglich der Festlegung der Gebühren für die Hadsch-Organisation reagiert. Das Präsidium erklärte: "Die Gebühren für die Hadsch-Organisation werden nicht vom Präsidium für Religiöse Angelegenheiten festgelegt; diese Gebühren werden vom Interministeriellen Hadsch- und Umra-Ausschuss bestimmt."
Es wurde darauf hingewiesen, dass sich der Ausschuss aus 7 stellvertretenden Ministern, dem stellvertretenden Präsidenten für Religiöse Angelegenheiten, dem Generaldirektor für Hadsch- und Umra-Dienste sowie einem Vertreter des Verbandes der Hadsch- und Umra-Reisebüros (HURSAD) zusammensetzt. Diyanet betonte, dass die Gebühr für die Hadsch-Organisation nicht 8.000 Dollar betrage und ein Großteil der Hadsch-Anwärter zu einem Preis von 6.000 Dollar zur Hadsch reise. Zudem wurde festgehalten, dass alle im Rahmen der Hadsch-Organisation autorisierten Reisebüros denselben Preis anwenden.
Diyanet betonte zudem, dass die Behauptungen, private Unternehmen würden Hadsch-Organisationsdienste für 2.500 Dollar anbieten, unwahr seien. In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass die Vorwürfe gegen den Präsidenten für Religiöse Angelegenheiten, Ali Erbaş, "unwahr und reine Verleumdung" seien und dass gegen Personen, die solche Kommentare verbreiten, rechtliche Schritte eingeleitet würden.
VORWÜRFE ZU MELDUNGEN UND INHAFTIERUNGEN
Darüber hinaus kamen in den letzten Tagen Behauptungen auf, wonach einige Hadsch-Anwärter infolge von Meldungen der Diyanet an die saudi-arabische Verwaltung inhaftiert und abgeschoben worden seien. Diyanet hat hierzu keine offizielle Stellungnahme abgegeben, jedoch haben Familien der betroffenen Bürger um Hilfe gerufen. In Beiträgen in den sozialen Medien wird berichtet, dass einige Bürger, die mit privaten Reiseveranstaltern zur Hadsch gereist waren, von der saudi-arabischen Polizei inhaftiert wurden.
Die Haltung der Diyanet zu diesen Vorwürfen könnte die Diskussionen über die Zuverlässigkeit und Fairness der Hadsch-Organisation weiter anheizen. Dies führt sowohl bei den Hadsch-Anwärtern als auch bei ihren Familien zu Sorgen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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