Durch illegale Ausgrabungen ins Ausland geschmuggelt: 2500 Jahre alte Goldkette an die Türkei zurückgegeben
Eine etwa 2500 Jahre alte Goldkette aus der lydischen Zeit, die aus der Türkei geschmuggelt und viele Jahre lang in einem Museum in der US-Stadt Boston ausgestellt worden war, wurde den türkischen Behörden bei einer offiziellen Zeremonie im türkischen Generalkonsulat in Boston übergeben.
Beamte des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei nahmen die Goldkette, die 1982 aus der Region Bintepeler in Manisa geschmuggelt und in die USA gebracht worden war, bei einer Zeremonie im türkischen Generalkonsulat in Boston von Vertretern des Boston Museum of Fine Arts entgegen, wo sie ausgestellt war.
Bei der Übergabe des historisch bedeutsamen Artefakts waren der türkische Generalkonsul in Boston, Murat Uğurluoğlu, die Kultur- und Tourismusattaché in New York, Hilal Demirel, sowie Vertreter des Boston Museum of Fine Arts anwesend.
Die Kultur- und Tourismusattaché in New York, Hilal Demirel, teilte gegenüber einem AA-Korrespondenten mit, dass die Kette etwa 20 Zentimeter lang sei und aus granatapfelförmigen Perlen aus Gold und Karneol bestehe.
Demirel erklärte: "Das Werk wird auf das 6. oder 5. Jahrhundert vor Christus datiert und weist die charakteristischen Merkmale der lydischen Kunst auf. Dieses bis heute gut erhaltene Stück zeigt Ähnlichkeiten mit anderen Funden aus der Nekropole Bintepeler, die im Inventar der Direktion des Museums von Manisa registriert sind."
In Bezug auf die historische und kulturelle Bedeutung der Goldkette für die Region fügte Demirel hinzu: "Die Rückgabe dieses Werkes wird sowohl als wichtiger Schritt für den Fortschritt archäologischer Forschungen als auch für den Schutz unseres kulturellen Erbes bewertet."
DURCH ILLEGALE AUSGRABUNGEN ENTWENDET UND INS AUSLAND GESCHMUGGELT
Das Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei hatte infolge akribisch durchgeführter langjähriger Untersuchungen festgestellt, dass die Goldkette, die 1982 in die Sammlung des Boston Museum of Fine Arts aufgenommen wurde, aus der als Bintepeler bekannten Nekropole in Manisa stammte.
Durch Archivrecherchen des Ministeriums wurde deutlich, dass die Kette in den 1970er Jahren durch illegale Ausgrabungen aus dem Gebiet in Bintepeler, in dem sich Hunderte lydische Grabhügel befinden, entwendet und ins Ausland geschmuggelt worden war.
Aufgrund dieser Entwicklung hatte das Ministerium für Kultur und Tourismus im vergangenen Jahr über das türkische Generalkonsulat in Boston die Rückgabe des Artefakts vom Boston Museum of Fine Arts gefordert.
Angesichts dieser Informationen stimmte die Museumsleitung der Rückgabe der Kette an die Türkei zu.
Nachrichtenquelle: 12punto
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