Ermittlungen im Fall Gülistan Doku gegen den ehemaligen Gouverneur von Tunceli, Tuncay Sonel: Vom Dienst suspendiert
Der damalige Gouverneur von Tunceli, Tuncay Sonel, wurde aufgrund von Vorwürfen im Fall Gülistan Doku auf Anordnung des Innenministers Mustafa Çiftçi vom Dienst suspendiert und ein umfassendes Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet.
Im Fall der im Januar 2020 in Tunceli verschwundenen Studentin Gülistan Doku gibt es neue Entwicklungen. Im Rahmen der Ermittlungen zum Verschwinden von Doku wurden insgesamt 13 Personen festgenommen; unter den Verdächtigen befindet sich laut Informationen auch Mustafa Türkay Sonel, der Sohn des damaligen Gouverneurs von Tunceli, Tuncay Sonel.
Nachdem die Vorwürfe bekannt wurden, wurde mitgeteilt, dass der ehemalige Gouverneur Tuncay Sonel wegen des Verdachts auf „Vernichtung, Verbergung oder Veränderung von Beweismitteln“ vom Dienst suspendiert wurde.
Zudem wurde bekannt gegeben, dass eine offizielle Ermittlungserlaubnis gegen Sonel erteilt wurde.
OFFIZIELLES SCHREIBEN DER STAATSANWALTSCHAFT
Die Generalstaatsanwaltschaft Tunceli hat einen schriftlichen Antrag bei der Generalstaatsanwaltschaft Erzurum bezüglich der Details des Falls eingereicht.
In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass in der Ermittlungsakte mit der Nummer 2020/52 Vorwürfe wie „vorsätzliche Tötung, sexuelle Nötigung, Verbergung oder Vernichtung von Beweismitteln, rechtswidriger Zugriff auf IT-Systeme und Datenmanipulation, Freiheitsberaubung, Nichtanzeige einer Straftat sowie Begünstigung eines Straftäters“ enthalten sind. In diesem Zusammenhang wurde erklärt, dass ein hinreichender Tatverdacht gegen den damaligen Gouverneur Tuncay Sonel hinsichtlich der in der Akte aufgeführten Handlungen bestehe.

In dem offiziellen Dokument, das die Generalstaatsanwaltschaft an Erzurum übermittelte, heißt es:
„Im Rahmen des bei unserer Generalstaatsanwaltschaft Tunceli unter dem Aktenzeichen 2020/52 geführten Ermittlungsverfahrens wegen der am 05.01.2020 begangenen Straftaten Vorsätzliche Tötung, Sexuelle Nötigung, Verbergung oder Vernichtung von Beweismitteln, rechtswidriger Zugriff auf IT-Systeme und Datenmanipulation, Freiheitsberaubung, Nichtanzeige einer Straftat sowie Begünstigung eines Straftäters wurden 13 Verdächtige, darunter Mustafa Türkay SONEL, der Sohn des damaligen Gouverneurs von Tunceli, Tuncay SONEL, festgenommen. Aus den beigefügten Informationen und Dokumenten ergibt sich aufgrund der aktuellen Beweislage ein hinreichender Tatverdacht, dass der damalige Gouverneur von Tunceli, Tuncay SONEL, die in Artikel 281/1-2 des türkischen Strafgesetzbuches (TCK) geregelten Handlungen begangen hat. Da es sich bei den Vorwürfen gegen Tuncay SONEL jedoch um persönliche Straftaten handelt und gemäß Artikel 161/6 der Strafprozessordnung (CMK) Nr. 5271 die Zuständigkeit für Ermittlungen gegen Gouverneure wegen persönlicher Straftaten bei der Generalstaatsanwaltschaft des Ortes liegt, an dem sich das zuständige Oberlandesgericht der Provinz befindet, in der sie zum Zeitpunkt der Tat im Dienst waren, wird Ihre Generalstaatsanwaltschaft gebeten, eine Bewertung der aktuellen Beweislage gegen Tuncay SONEL vorzunehmen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.“
Nachdem sich die Vorwürfe gegen Gouverneur Sonel verdichtet haben, hat auch ein vom Innenministerium beauftragter Inspektor mit Untersuchungen zu dem Vorfall begonnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Ermittlungen in den kommenden Tagen entwickeln werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung