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Eilmeldung... Türkei-Vorwürfe im Fall Epstein erneut unter der Lupe

Nach dem Auftauchen neuer Dokumente im Fall des Kindesmissbrauchs- und Prostitutionsrings um Jeffrey Epstein hat die Generalstaatsanwaltschaft Ankara eine Untersuchung eingeleitet. Es wurde berichtet, dass die Millionen von Dokumenten, die vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden, auf Verbindungen zur Türkei hin untersucht werden.

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Eilmeldung... Türkei-Vorwürfe im Fall Epstein erneut unter der Lupe

Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hat nach dem Bekanntwerden neuer Dokumente im Fall des Jeffrey Epstein, dem die Gründung eines Kindesmissbrauchs- und Prostitutionsrings vorgeworfen wird, eine Prüfung eingeleitet. Wie zu erfahren war, wird die Untersuchung im Lichte der neuen Dokumente geführt, die vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden.

ZUVOR WURDE DAS VERFAHREN EINGESTELLT

Der Verein „Önce Çocuklar ve Kadınlar“ (Zuerst Kinder und Frauen) hatte am 16. Januar 2024 Strafanzeige erstattet, mit der Forderung, die Vorwürfe zu untersuchen, wonach es Verbindungen zur Türkei im Epstein-Fall gebe und auch Kinder aus der Türkei in dieses kriminelle Netzwerk einbezogen worden seien. Die Generalstaatsanwaltschaft Ankara hatte in ihrer Entscheidung vom 16. Juni 2025 verfügt, dass von einer Strafverfolgung abzusehen sei, da im Dossier keine Beweise dafür vorlägen, dass die mutmaßlichen Straftaten in der Türkei begangen wurden.

NEUE DOKUMENTE BRINGEN UNTERSUCHUNG WIEDER AUF DIE TAGESORDNUNG

Nachdem das US-Justizministerium neue Dokumente und Aufzeichnungen zum Fall Epstein veröffentlicht hat, ist das Dossier wieder in den Fokus gerückt. Laut einem Bericht von Alican Uludağ von DW Türkçe erklärte die Anwältin des Vereins „Önce Çocuklar ve Kadınlar“, Hediye Gökçe Baykal, dass mit den besagten Dokumenten neue Beweise im Fall aufgetaucht seien. Sie kündigte an, gegen die Einstellung des Verfahrens Beschwerde einzulegen und die Wiederaufnahme der Ermittlungen zu fordern.

STAATSANWALTSCHAFT PRÜFT DREI MILLIONEN DOKUMENTE

Es wurde berichtet, dass die Generalstaatsanwaltschaft Ankara die vom US-Justizministerium veröffentlichten rund drei Millionen Dokumente auf Abschnitte mit Bezug zur Türkei hin untersucht. Quellen, die Uludağ vorliegen, gaben an, dass geprüft werde, ob diese Dokumente Beweise für Verbindungen der Verdächtigen und der Straftaten im Epstein-Fall zur Türkei enthielten.

BEITRAG VON TURHAN ÇÖMEZ EBENFALLS TEIL DES DOSSIERS

Auch der Beitrag des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der İYİ-Partei, Turhan Çömez, auf seinem X-Account vom 22. Dezember 2025 wurde im Rahmen der Untersuchung bewertet. Çömez hatte in seinem Beitrag behauptet, dass in den vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten Aussagen darüber enthalten seien, dass kleine Mädchen aus der Türkei auf die Missbrauchsinsel gebracht worden seien. Çömez erklärte zudem, dass in den Dokumenten vermerkt sei, dass die Kinder Schwierigkeiten hatten, da sie kein Englisch sprachen.

NEUE STRAFANZEIGE UND BESCHWERDEVORBEREITUNG

Der Verein „Önce Çocuklar ve Kadınlar“ hat nach den neuen Dokumenten erneut Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft Ankara erstattet. In der Erklärung des Vereins wurde darauf hingewiesen, dass die Dokumente, deren Vertraulichkeit aufgehoben und die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, schwerwiegende Vorwürfe enthielten, wonach Kinder mit Bezug zur Türkei in ein internationales Netzwerk für sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel verwickelt sein könnten.

In der Strafanzeige wurde besonders betont, dass die Staatsanwaltschaft die Verdächtigen im Hinblick auf die Straftatbestände des sexuellen Missbrauchs von Kindern, des Menschenhandels und der Vermittlung zur Prostitution von Amts wegen ermitteln müsse. Es wurde erklärt, dass der Antrag darauf abziele, eine umfassende Untersuchung durchzuführen, die sich nicht nur auf die genannten Personen beschränke, sondern alle öffentlich gewordenen Dokumente und Vorwürfe berücksichtige.

In der Erklärung wurde zudem daran erinnert, dass der Staat im Rahmen der UN-Kinderrechtskonvention die Verpflichtung habe, auch bei begründetem Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Kindern und Menschenhandel eine effektive, umfassende und vielseitige Untersuchung durchzuführen. Es wurde erklärt, dass die neuen Dokumente eine Neubewertung der zuvor getroffenen Entscheidung zur Einstellung des Verfahrens erforderlich machten.


Nachrichtenquelle: 12punto

Jeffrey Epstein