Eilmeldung... Staatsanwaltschaft äußert sich zu Wett-Ermittlungen: Neue Welle steht bevor!
Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat Erklärungen zu den laufenden Ermittlungen im Zusammenhang mit Sportwetten abgegeben.
In einer Stellungnahme zu den Ermittlungen im Wettskandal im Fußball erklärte die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul, dass man sich nicht auf die vom türkischen Fußballverband (TFF) gemeldeten Namen beschränke, sondern eine tiefgreifende Analyse auf Basis eines kontinuierlich aktualisierten, umfangreichen Datenpools durchführe.
In der Erklärung der Staatsanwaltschaft, in der angekündigt wurde, dass die Ermittlungen auf Basis der zu gewinnenden Beweise systematisch ausgeweitet werden, hieß es, man begnüge sich nicht mit den vom TFF übermittelten Informationen. Vielmehr würden das Vermögen der Schiedsrichter, ihre Verbindungen untereinander sowie zu weiteren als verdächtig eingestuften Personen untersucht, insbesondere auch, ob die Schiedsrichter illegal aus dem Ausland auf Spiele gewettet haben, die sie selbst geleitet haben.
In der Erklärung der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul heißt es:
Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul geführten Ermittlungen, die nach der Presseerklärung des TFF-Präsidenten (Türkischer Fußballverband) İbrahim Hacıosmanoğlu vom 27.10.2025, wonach '371 Schiedsrichter Wettkonten besitzen und
bei 152 von ihnen festgestellt wurde, dass sie aktiv an Wetten teilnehmen', als Anzeige aufgenommen wurden, wird wie folgt fortgefahren:
In der ersten Phase wurden operative Maßnahmen in Form von Durchsuchungen, Beschlagnahmungen und Festnahmen gegen 21 Personen durchgeführt, von denen die Mehrheit Schiedsrichter sind; acht dieser Personen wurden inhaftiert, während die Ermittlungen gegen die übrigen Schiedsrichter andauern.
Während der Ermittlungen beschränkt man sich nicht nur auf die vom türkischen Fußballverband gemeldeten Namen und Informationen. Es werden das Vermögen der Schiedsrichter, ihre Verbindungen untereinander und zu weiteren als verdächtig eingestuften Personen sowie insbesondere die Frage untersucht, ob die Schiedsrichter illegal aus dem Ausland auf von ihnen geleitete Spiele gewettet haben. Die Kontrollen erfolgen über einen eigens erstellten, täglich mit neuen Daten gespeisten Informationspool.
Zum jetzigen Zeitpunkt wird zudem mitgeteilt, dass das Thema der Disziplinarverfahren, die der türkische Fußballverband gegen Fußballspieler wegen des Vorwurfs der Wettbeteiligung eingeleitet hat, aufmerksam verfolgt wird. Die Identitätsdaten der vom Verband disziplinarisch belangten Spieler sowie die Daten zu den Wettvorwürfen wurden als Anzeige gewertet und von Amts wegen angefordert, um die Ermittlungen gegen die Spieler im oben genannten Datenpool zu vertiefen.
In Anbetracht der Tatsache, dass der Fußball in unserem Land eine große Struktur darstellt, die nicht nur aus Spielern und Schiedsrichtern besteht, sondern viele weitere Akteure umfasst, besteht die Möglichkeit, dass die laufenden Ermittlungen auf Basis der gewonnenen Beweise systematisch ausgeweitet werden. In diesem Prozess sollte insbesondere unbegründeten Social-Media-Beiträgen kein Glauben geschenkt werden. Sowohl bei der Beweiserhebung als auch bei der Identifizierung verdächtiger Personen werden gemäß Artikel 160 der Strafprozessordnung (C.M.K.) durch die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul direkt und umfassend Informationen und Dokumente von den betreffenden privaten und öffentlichen Einrichtungen eingeholt, um die Ermittlungen mit größter Sorgfalt fortzusetzen. Dies wird hiermit der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

Nachrichtenquelle: 12punto
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