Eilmeldung... Termin-Krise im IMM-Prozess! Generalstaatsanwaltschaft stellt klar: 'Verhandlungstermin noch nicht festgelegt'
In dem Prozess mit 407 Angeklagten, darunter auch der Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (IMM), Ekrem İmamoğlu, erschien im Justizsystem UYAP zunächst der 18. Dezember 2025 als Verhandlungstermin, kurz darauf folgte jedoch eine Mitteilung über die „Stornierung der Verhandlung“. Die Generalstaatsanwaltschaft erklärte: „Ein Verhandlungstermin wurde noch nicht festgelegt“.
Nachdem die Anklageschrift im IMM-Prozess zugelassen wurde und man auf die Zustellung des Eröffnungsbeschlusses wartete, sorgte heute ein Eintrag im UYAP-System für Aufsehen. Im System war die Information zu finden, dass 402 Verdächtige, darunter Ekrem İmamoğlu, am 18. Dezember 2025 um 13.45 Uhr vor dem 40. Schwurgericht Istanbul erstmals vor Gericht erscheinen würden.
Diese Information wurde jedoch kurz darauf durch eine ebenfalls über UYAP veröffentlichte Mitteilung mit dem Titel „Stornierung der Verhandlung“ für ungültig erklärt. In der Mitteilung hieß es, dass der für den 18.12.2025 angesetzte Termin im IMM-Prozess mit der Aktennummer 2025/318 storniert wurde.
GENERALSTAATSANWALTSCHAFT: „KEIN VERHANDLUNGSTERMIN VERGEBEN“
Angesichts der für Verwirrung sorgenden Entwicklungen dementierte die Generalstaatsanwaltschaft die Berichte über einen Verhandlungstermin. In der Erklärung hieß es:
„Das 40. Schwurgericht Istanbul hat bezüglich der Anklageschrift zur sogenannten ‚İmamoğlu-Verbrecherorganisation‘ noch keinen Eröffnungsbeschluss gefasst. Es wurde lediglich die Entscheidung zur Zulassung der Anklageschrift getroffen. Berichte, wonach ein Verhandlungstermin vergeben wurde, entsprechen nicht der Wahrheit.“
AUCH ANWÄLTE HABEN KEINEN ZUGRIFF AUF INFORMATIONEN
Hüseyin Ersöz, einer der Anwälte im IMM-Prozess, nahm in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto Bezug auf die Stornierungsmitteilung im UYAP und äußerte sich wie folgt:
„Über die Celse-Anwendung wurde eine sofortige ‚Benachrichtigung über die Stornierung des Verhandlungstages‘ versendet. Dies könnte auch auf einen fehlerhaften Vorgang zurückzuführen sein. Wir selbst konnten bisher ebenfalls keine gesicherten Informationen erhalten. Wir versuchen, dies über die Geschäftsstelle des Gerichts in Erfahrung zu bringen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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