'Einer soll Kurde, einer Alevit sein': Erste Reaktion der AKP auf Bahçelis Vorschlag für 'Vizepräsidenten'
Die angeblichen Äußerungen des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli, wonach der Präsident einen kurdischen und einen alevitischen Stellvertreter haben sollte, sorgen für öffentliche Debatten. Nun kam auch Kritik vom ehemaligen AKP-Abgeordneten Şamil Tayyar.
Die Worte, die der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli, Architekt des neuen Öffnungsprozesses, bei einem Treffen mit Abgeordneten geäußert haben soll, stehen im Zentrum der aktuellen Agenda.
Der Journalist İsmail Saymaz berichtete in seinem Artikel bei Halk TV, dass der MHP-Chef gesagt habe: "Der Präsident sollte zwei Stellvertreter haben; einer sollte Kurde, der andere Alevit sein."
Während diese Äußerungen in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgen, fiel auf, dass es vonseiten der MHP kein Dementi gab.
Während sich die Opposition kritisch zu Bahçeli äußerte, kam auch eine Reaktion vom ehemaligen AKP-Abgeordneten Şamil Tayyar.
Tayyar kritisierte Bahçelis Vorschlag scharf und erklärte:
"Der Journalist İsmail Saymaz hat es geschrieben, die MHP hat es nicht dementiert.
MHP-Chef Bahçeli: ‚Der Präsident sollte einen kurdischen und einen alevitischen Stellvertreter haben.‘
Diese Aussage ist ein sehr bedenklicher und gefährlicher Vorschlag, der die Nahtstellen der Türkei aufreißen wird.
Dieses Modell, das an den Libanon erinnert, wo der Präsident Christ, der Premierminister Sunnit, der Parlamentspräsident Schiit ist und die Abgeordneten nach Glaubensgemeinschaften aufgeteilt sind, spaltet die Türkei, zerstückelt sie und destabilisiert sie.
Eine Aufgabenverteilung auf Basis von Glauben und Ethnie ist zudem keine demokratische Haltung.
Es ist eine Ungerechtigkeit gegenüber Türken, Kurden und Aleviten gleichermaßen.
Dieses Land gehört uns allen.
Durch Kompetenz, Einsatz, Leistung und ein pluralistisches demokratisches Verständnis kann jeder überall sein.
Das Wesentliche ist, diesen Mechanismus zu etablieren.
Ein Kurde oder Alevit kann, abgesehen von der Stellvertretung, auch Präsident werden. Hätte Kılıçdaroğlu gewonnen, wäre er ein alevitischer Präsident gewesen.
Aber er hätte dieses Amt nicht besetzt, weil er Alevit ist, sondern weil er durch einen gesellschaftlichen Konsens aus der Wahlurne hervorgegangen wäre.
Es gab auch Präsidenten kurdischer Herkunft wie İnönü oder Özal (wobei es dazu unterschiedliche Ansichten gibt).
Sogar Cemal Gürsel, der bis zum Armeegeneral aufstieg und nach dem Militärputsch vom 27. Mai 1960 Präsident wurde, war ein kurdischer Alevit aus Hınıs, Erzurum.
Aber niemand hat sie über ihre Herkunft definiert.
Unser derzeitiger Vizepräsident Cevdet Yılmaz ist Zaza.
Aber was ihn in dieses Amt gebracht hat, ist nicht seine ethnische Herkunft, sondern sein Wissen und seine Erfahrung.
Zu versuchen, das neue und starke soziale Gefüge, das vor 100 Jahren durch die Zusammenführung der Teile geschaffen wurde, erneut zu spalten, wäre ein großes Unrecht gegenüber diesem Land.
Versuchen wir, unsere Mängel zu beheben, aber ohne zu zerstören, ohne zu brechen und ohne zu verwüsten."
Gazeteci İsmail Saymaz yazdı, MHP yalanlamadı.
— Şamil Tayyar (@samiltayyar27) July 20, 2025
MHP lideri Bahçeli:‘Cumhurbaşkanının bir yardımcısı Kürt, bir yardımcısı Alevi olsun.’
Bu ifade, Türkiye’nin birleşme yerlerini kanatacak çok mahsurlu ve tehlikeli bir öneridir.
Cumhurbaşkanının Hristiyan, Başbakanın Sünni, Meclis…
Nachrichtenquelle: 12punto
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