Türkei-Detail in der Epstein-Akte: Flugprotokolle und Dokumente deuten auf Istanbul hin
In neuen Dokumenten zum Fall des amerikanischen Milliardärs Jeffrey Epstein, der während seiner Untersuchungshaft wegen des Aufbaus eines Prostitutionsrings mit minderjährigen Mädchen verstarb, ist ein Detail zur Türkei aufgetaucht. Flugprotokollen zufolge landete Epstein zwischen 2010 und 2013 mindestens neunmal auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk.
In der Skandalakte um Jeffrey Epstein, der für den sexuellen Missbrauch minderjähriger Mädchen bekannt war, sind Vorwürfe mit Bezug zur Türkei laut geworden. Aus den Flugprotokollen, die dem SÖZCÜ-Nachrichtenzentrum vorliegen, geht hervor, dass Epstein zwischen dem 15. Juli 2010 und dem 30. September 2013 neunmal auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk gelandet ist.
Das Auftauchen von Aufzeichnungen mit Bezug zur Türkei unter den tausenden veröffentlichten Dokumenten und Fotos hat die Vorwürfe in der Akte erneut in den Fokus gerückt.
DETAIL ZUR TÜRKEI IN DEN DOKUMENTEN
In den Dokumenten der Epstein-Akte, die auf der Beschwerde einer namentlich nicht genannten Frau basieren, wird behauptet, dass die Türkei zu den Ländern gehörte, aus denen minderjährige Mädchen auf die Jungferninseln gebracht wurden. Den Unterlagen zufolge sprachen viele dieser Kinder kein Englisch, was zu erheblichen Schwierigkeiten führte.
Es wurde darauf hingewiesen, dass auch in einigen im Januar 2024 veröffentlichten Dokumenten Spuren der Türkei gefunden wurden und insbesondere Behauptungen über Kinder, die nach dem Erdbeben von 1999 verschwanden, in diesem Zusammenhang erneut zur Sprache kamen.
FLUGPROTOKOLLE AUFGETAUCHT
In den veröffentlichten offiziellen Aufzeichnungen finden sich Details zu den Start- und Zielorten von Epsteins Privatjets. Es wurde vermerkt, dass in einigen Dokumenten die Türkei explizit als Zielort aufgeführt ist.
„DASS DER NAME DER TÜRKEI FÄLLT, IST ÄUSSERST GEFÄHRLICH“
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der İYİ-Partei, Turhan Çömez, bewertete die neuen Dokumente des US-Justizministeriums im Programm von SÖZCÜ TV. Çömez erklärte, dass bereits im vergangenen Jahr ähnliche Informationen vorlagen, der Name der Türkei in den diesjährigen Dokumenten jedoch wesentlich deutlicher genannt werde.
Çömez betonte, dass die Flugprotokolle sowohl in den USA als auch in der Türkei vorhanden sein müssten, und sagte: „Wenn ein oder mehrere Kinder in diese Flugzeuge gebracht wurden, müssen die Aufzeichnungen unbedingt gefunden werden. Dass der Name der Türkei in einer solchen Akte auftaucht, ist äußerst gefährlich.“
Çömez erklärte, dass diese Dokumente, die in die offiziellen Aufzeichnungen des US-Justizministeriums eingegangen sind, auch von der Türkei eingehend untersucht werden müssten, und fügte hinzu, dass sich das Verbrechen nicht nur auf Kindesmissbrauch beschränke. Er wies darauf hin, dass die Dokumente auch Verbindungen nach Israel und Erpressungsvorwürfe gegen einige Politiker enthielten.
Çömez forderte die zuständigen staatlichen Institutionen auf, das Thema umfassend zu behandeln, und betonte, dass die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft sein müssten.
BEHAUPTUNG: „MÄDCHEN AUS DER TÜRKEI VERSCHLEPPT“
Turhan Çömez berichtete, dass in einem weiteren Dokument, das er teilte, schriftlich festgehalten sei, dass kleine Mädchen aus der Türkei im Rahmen von Epsteins Missbrauchsnetzwerk auf die Jungferninseln gebracht wurden. In den Dokumenten sei insbesondere vermerkt worden, mit welchen Schwierigkeiten die Kinder aufgrund ihrer fehlenden Sprachkenntnisse zu kämpfen hatten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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